Hitler und Putin

Leserbriefe / 05.05.2022 • 17:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mein Vater musste 1944 einrücken, weil er einer örtlichen Parteigröße, die in unserer Metzgerei einkaufen wollte, den „Heil Hitler“-Gruß mit „Grüß Gott“ erwiderte. Der Kunde verließ das Geschäft, ohne etwas zu kaufen. Zwei Tage später hatte Vater die Einberufung. Er war 44 Jahre alt und Vater von sieben Kindern. Das Geschäft musste geschlossen werden. In ein paar Tagen ist Muttertag. Ich erinnere mich gut, wie uns die Mutter Suppe schöpfte und für sie im Kochtopf nichts übrig blieb. Sie hatte große Sorge, uns Kinder täglich satt zu bekommen. Wir durften viele Jahre in Frieden leben. Der russische Präsident Putin hat dem Weltfrieden ein Ende gesetzt. Das Riesenreich Russland hat die Ukraine überfallen, und Putin war wohl der Überzeugung, er könne die Ukraine in ein paar Tagen besiegen. Das ist nicht der Fall. Möge Putin erkennen, dass er Täter ist und es an ihm liegt, Frieden zu schaffen. Die Ukrainer sind zum Teil geflüchtet, vor allem Frauen mit ihren Kindern, und alte Menschen, und die wehrfähigen Männer kämpfen den Kampf ihres Lebens. Sie wollen in Frieden und Freiheit und nicht unter Putins Herrschaft leben. Die ältere Generation weiß, was Krieg, Verfolgung, Konzentrationslager und Judenhass bedeuten und will solche Zeiten nie wieder erleben.

Hugo Mayer, Egg