Es geht um die

Leserbriefe / 22.07.2022 • 17:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gerechtigkeit

Die Bundesregierung setzt Maßnahmen, um die steigenden Energiekosten abzufedern. Alles schön und gut, sofern die versprochenen 150 Euro auch beim anspruchsberechtigten Empfänger ankommen. Aber was ist mit den Menschen, die zwar Anspruch hätten, aber durch die schlechte Planung der Verantwortlichen, nicht einen einzigen Euro zu sehen bekommen werden? Ich schreibe hier für alle diese Menschen, die dadurch gar keine Chance hatten. 150 Euro sind für die einen nur ein Tropfen auf den heißen Stein und für die anderen nicht einmal das. Was können die Menschen tun, deren „Anspruch” nichts als heiße Luft war? Ich fordere daher alle Damen und Herren der Bundesregierung auf, die für die Umsetzung der Verteilung zuständig waren bzw. immer noch sind, auf, sich der Öffentlichkeit zu stellen, und den Fehler einzugestehen. So kann/könnte diese Ungerechtigkeit im Nachhinein wieder gut gemacht werden. Und das wäre, ohne viel Bürokratie möglich! Die Wähler würden einen derartig mutigen Schritt bestimmt zu schätzen wissen. Die Politik muss dringend sichtbare Zeichen setzen, um zumindest ansatzweise und Schritt für Schritt das verlorene Vertrauen wieder herstellen. Auch wenn es hier nur um 150 Euro geht und die ganze Welt gerade 1000 andere Sorgen hat, so geht es hier auch nur ums Prinzip und um Gerechtigkeit, und das ist die Basis.

Lydia Neyer-Vith, Dornbirn