„Korruptionsanfällig“

Leserbriefe / 03.11.2022 • 17:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht vom 31. Okt/1. Nov 2022:

„Laut einer Umfrage sind 48 Prozent der Befragten der Meinung, alle Parteien seien für Korruption anfällig. 35 Prozent gaben an, die ÖVP habe ein echtes Korruptionsproblem …“. Weil grad Allerheiligen war: Ich bin sicher, dass auch Heilige öfter einem Freund oder einem „Mächtigen“ in einer wichtigen Sache zugestimmt haben, obwohl sie fühlten, dass sie nicht hätten zustimmen sollen. Aber im Unterschied zu den meisten Heiligen und auch zu uns Bürgern ist die Situation für Personen in Politik und als Beamte schwieriger. Warum? Weil sie Macht haben. Als Durchschnittsbürger ohne politischen Einfluss werde ich nicht in Versuchung geführt, jemandem gefällig zu sein: Ich kann da nichts richten. Dass nun vor allem die ÖVP als „Schwarzer Peter“ dasteht, hat zwar nicht seine Entschuldigung, aber seine Erklärung darin, dass sie als Regierungspartei mehr Macht und Einfluss hat als die Opposition. Umso mehr freilich ist von Personen an der Macht „Rechtschaffenheit“ verlangt; mehr als von unsereins, die wir nur mit dem Finger auf sie zeigen können und von Einzelnen unser Urteil oft pauschal auf alle ausweiten. Doch nicht nur legitim, sondern erfreulich, wenn im alltäglichen Leben das „Vitamin B“ oft hilfreich sein kann, z.B. bei einer Stellensuche junger Leute u.v.a.

Peter Mathei, Alberschwende

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