Leserbrief: Dilettant und Behaupter

Leserbriefe / 13.01.2026 • 14:20 Uhr
Leserbrief: Dilettant und Behaupter

Es ist das Schlimmste für Politiker: Sie werden nicht mehr ernst genommen. So geht es der Vorarlberger Landesregierungs-Spitze jetzt: Man lächelt nur mehr über sie. Dem einen ist das Landesbudget völlig entglitten, der andere versteht gar nichts davon und muss seine Anfragebeantwortungen durch Rechtsanwaltsbüros prüfen lassen – auf Steuergeldkosten natürlich. Der eine weiß sich gar nicht mehr zu helfen: Im Stakkato beschuldigt er aufrechte Bürgerinnen, an den Kostenexplosionen des größten und wahrscheinlich auch sinnlosesten Infrastrukturprojekts schuldig zu sein: Belegbar haben diese aber null Schuld daran. Der andere hält teure Anträge für Neu-Umplanungen bei gleichen Ergebnissen für der Weisheit letzten Schluss: Gleichzeitig ist er aber unfähig, zu sagen, was die Mehrkosten der selbst verursachten Baustopps und des katastrophalen Sprengunfalls bisher ausgemacht haben: Unfassbar! Jetzt fangen die Feldkircher selbst an, die Bescheidauflagen zu lesen, und siehe da: Nur 40 oder 50 km/h dürfen die Autos durch die Tunnelspinne den Lkw nachduckern! Bei Staus (über 30-mal findet sich der Begriff in verschiedenen Formen im Gerichtsurteil) müssen sie die alte Route durch die Stadt fahren. Und dort ist Tempo 30 vorgeschrieben, von der Bärenkreuzung bis zur Grenze! Tatsache! Wer will dieses Milliardenloch noch? Wir Steuerzahler? Und wer ist hier der Dilettant und wer der Behaupter?

Andreas Postner, Rankweil