Druckmittel

Leserbriefe / 21.01.2026 • 19:38 Uhr

gegen territoriale

Souveränität

Der amtierende US-Präsident Donald Trump vereint viele Eigenschaften, die zunehmend auf globales Unverständnis treffen. Seine widerwärtige Polemik ist eine scharfe, aggressive Form der Missbilligung, welche emotional und angriffslustiger nicht sein kann, während er mit seinem Opportunismus seine eigennützige, prinzipienlose Anpassung an Umstände zum eigenen Vorteil erhofft und in seiner permanenten Unkorrektheit alles von ihm Erreichte bestenfalls selbst in den Schatten stellt. Die Polemik, seine rhetorische Taktik, die oft mit starken Überzeugungen verbunden ist, ergänzt seine streitbare, oft polemische Argumentation, die darauf abzielt, Gegner zu attackieren und zu demontieren, man bekommt glatt einen rüden Vorgeschmack, was Europa und die übrige Welt in der Grönland-Frage zu erwarten hat. Sein Opportunismus ist ein Mangel an festen Prinzipien und offenbart sein längst bekanntes, skrupelloses Verhalten, oft auf Kosten anderer. Seine Polemik strebt nach Überzeugung oder Zerstörung durch Rhetorik, sein Opportunismus nach unmittelbarem persönlichem und politischem Gewinn durch Anpassung und Ausnutzung von Situationen, welche Europa in tiefe Bedrängnis bringen können. Wer mit offenen Augen spazieren geht, merkt sehr deutlich, dass auch ein Populist an der Macht jederzeit eine Elite als neues Feindbild aufbauen kann – aber es braucht einen Journalisten, der einen Politiker wie Trump mit rhetorisch geschliffenen, aber verletzenden Argumenten demontiert, um seine Unfähigkeit zu beweisen.

Sabine Windberger, Bregenz