Pressefreiheit neu interpretiert

Leserbriefe / 27.03.2026 • 21:33 Uhr

Zum Kommentar „Unruhestand“ von Hanno Loewy:

Ein Bekannter fragte mich vorgestern, was auf den von mir erwähnten Hörstationen am Alten Rhein eigentlich zu hören sei. Ich riet ihm, es selbst herauszufinden – schließlich ist er mit über 80 noch täglich mit dem Fahrrad unterwegs. Ich ergänzte, dass ich dort ohne Übertreibung noch nie jemanden an einer dieser Hörstationen gesehen habe, obwohl ich mehrmals pro Woche am Alten Rhein unterwegs bin. Am Nachmittag rief er erneut an – amüsiert: „Du glaubst nicht, wer mir persönlich den Zugang per App-Code eingerichtet hat.“ So ein Betonschädel kann ich also nicht sein, wenn ich mithelfe, den Beton endlich mal seiner Bestimmung zuzuführen. Auch wenn die Betonwürfel an der falschen Stelle stehen, will ich dennoch, dass sie wenigstens genutzt werden. Weil vermutlich auch meine Steuern sie bezahlt haben. Wenn die Würfel gut sind für den schönsten Naturraum Vorarlbergs, sollten sie dann nicht auch gut sein für den Garten des Jüdischen Museums? Dort würden den besten Kaffee Vorarlbergs schlürfend vermutlich mehr als nur meine Bekannten die Stationen nutzen und der Ex-Direktor ist zur Einrichtung der App dort um die Ecke.

Dipl.-Ing. Thomas Kopf,

Hohenems