Tschernobylunglück 1986

Leserbriefe / 04.05.2026 • 19:35 Uhr

Meine Gattin und ich waren zu diesem Zeitpunkt, als der Reaktor explodierte, in Dubai auf einer Messe. In der Zeitung haben wir vom Unglück gelesen. Sofort haben wir zu Hause angerufen, um zu erfahren, was dort momentan vorliegt. Es war beruhigend, denn außer Verbot, Salat aus dem Garten und Schwammerl zu essen, waren keine größeren Probleme. Nach Rückkehr habe ich erfahren, dass auch Milch bestrahlt war und laufend von der Lebensmittelanstalt Proben nach Innsbruck gesandt wurden. Die GROMO kaufte dann selbst einen Strahlenmesser, der gesamt ca. 2 Mio. ATS kostete. Die LM-Anstalt hatte immer noch kein Messgerät und bei meiner Nachfrage an Dr. Grimm meinte er, es wäre zu teuer und das Ergebnis erhalte er auch immer am nächsten Tag. Milch und Heu wurden gemessen. Als ein Ex-Landwirt ein mehrere Jahre altes Heu zur Messung brachte, wurde festgestellt, dass dieses Heu eine doppelt so hohe Bestrahlungszahl aufwies. Nach Überlegung wurde herausgefunden, dass vor Jahren Frankreich Atombombenversuche im Mittelmeer machte, wo die Bestrahlung doppelt so hoch war. Darüber wurde kein Szenario gemacht. Eine interessante Feststellung, oder?

Oskar Piffer, Dornbirn