Leserbrief: Vertrauen statt immer mehr Sozialstaat

Leserbriefe / 13.05.2026 • 14:10 Uhr
Leserbrief: Vertrauen statt immer mehr Sozialstaat

Trotz eines ausgebauten Sozialstaates wählen immer mehr Menschen die FPÖ. Viele Politiker glauben, dass sich der Aufstieg populistischer Parteien und gesellschaftliche Unzufriedenheit durch immer höhere Sozialausgaben eindämmen lassen. Die Realität ist anders. Viele Bürger empfinden Kontrollverlust, kulturelle Verunsicherung und eine zunehmende Distanz zwischen politischer Elite und Bevölkerung. Besonders die Themen Migration, Integration, hohe Wohn- und Energiekosten sowie die Angst vor sozialem Abstieg beschäftigen viele Menschen. Sie haben das Gefühl, dass ihre Sorgen nicht ernst genommen werden. Der Frust über Bürokratie und Vertrauensverluste in etablierte Parteien und Medien steigt. Die Politik muss daraus endlich Konsequenzen ziehen. Notwendig sind eine glaubwürdige Migrations- und Integrationspolitik, eine Entlastung der arbeitenden Mitte bei Steuern und Abgaben, weniger Bürokratie sowie stärkere Investitionen in Bildung, Infrastruktur und innere Sicherheit. Vor allem aber müssten Politiker wieder näher an den Alltag der Bürger heranrücken und Probleme offen ansprechen, statt Kritiker vorschnell moralisch und ideologisch abzustempeln. Natürlich bleibt soziale Absicherung wichtig. Doch ein immer größerer Sozialstaat allein schafft weder gesellschaftlichen Zusammenhalt noch politisches Vertrauen. Entscheidend ist eine faire Politik, welche sich zur Leistung und Eigenverantwortung bekennt, wirtschaftliche Perspektiven aufzeigt und den Menschen wieder das Gefühl gibt, gehört und ernst genommen zu werden.

Roland Geiger, Buch