Leserbrief: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

Leserbriefe / 03.06.2026 • 12:00 Uhr
Leserbrief: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

Im übertragenen Sinn bedeutet dieser Spruch aus einem Gedicht von Christian Morgenstern die Weigerung, eine unangenehme Tatsache anzuerkennen, welche den eigenen Interessen widerspricht. Das ging mir durch den Kopf, als ich in den VN gelesen habe, dass das Verfahren nach Prüfung der Anzeige von Frau Gräve gegen Frau Wagner wegen Urkundenfälschung eingestellt worden ist. Demnach soll bei der unerlaubten Verwendung der digitalen Unterschrift von Frau Gräve kein Vorsatz nachweisbar gewesen sein und es sich um ein unbeabsichtigtes Versehen gehandelt haben. Wegen der Anzeige sei die notwendige Vertrauensbasis für eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr gegeben gewesen. Nicht erwähnt wurde in diesem Zusammenhang, dass der Inhalt des zu unterschreibenden Vertrages für eine Mitarbeiterin von den zugesagten zwei Jahren auf ein Jahr geändert wurde, wie ich aus einem früheren Bericht der VN weiß. Für mich klingt das sehr wohl nach einem Vertrauensbruch, aber nicht von Frau Gräve. Ob diese gravierende Änderung auch unbeabsichtigt in den Vertrag eingeflossen ist?

Dipl. Ing. Norbert Pöcheim, Satteins