Leserbrief: Stellungnahme der Post

Leserbriefe / 01.07.2026 • 12:45 Uhr
Leserbrief: Stellungnahme der Post

Zum Leserbrief “Post” vom 30.6.2026:

Herr Bösch hat mit seinem Leserbrief recht: Die Post heute ist nicht mehr die Post von Franz Kafka. Und auch nicht mehr die von Herrn M. aus Lauterach. Das liegt allerdings weniger daran, dass unsere Zusteller*innen elektrisch unterwegs sind oder Migrationshintergrund haben, sondern hat vielmehr damit zu tun, dass sich die Postwelt radikal verändert hat. Während früher täglich Briefe auf die Zustellung warteten, schrumpft dieses Volumen seit Jahren dramatisch. Wer heute manchmal keine Zusteller*innen vor dem Haus sieht, erlebt meist nicht das Verschwinden der Post, sondern das Verschwinden der Briefe: Was früher auf Papier verschickt wurde, kommt heute oft digital. Der Briefkasten bleibt öfter leer, weil es nur noch ein- oder zweimal die Woche etwas zuzustellen gibt. Dafür bringen unsere Mitarbeiter*innen heute Millionen Pakete zuverlässig bis an die Haustür. Und auch wenn dabei selten Zeit für ein Schwätzchen bleibt, vom Schnäpschen ganz zu schweigen: Erfahrene Zusteller*innen können selbst bei so manch falsch adressierter Sendung noch zaubern und sie auf den richtigen Weg zu den Empfänger:Innen bringen. Franz Kafka würde heute vermutlich weniger Briefe bekommen als damals. Seine Online-Bestellungen würden aber pünktlich ankommen.

Ing. Markus Leitgeb, BA, MA, Pressesprecher Österreichische Post AG, Wien