Leserbrief: Heiße Wirtschaft oder Kopf in den Sand

Leserbriefe / 09.07.2026 • 14:00 Uhr
Leserbrief: Heiße Wirtschaft oder Kopf in den Sand

Wie so oft haben die Chefs keine Ahnung. Der Chef der Industriellenvereinigung z. B. weiß gar nichts über Naturschutz. Aber er maßt sich an, darüber zu schreiben. Er hat auch keine Ahnung von der S 18, aber er glaubt zu wissen, dass die Enteignungen z. B. bestens in Feldkirch liefen, was absolut belegbar unwahr ist. Er weiß nicht, dass man ungefähr 900 Personen im Lustenauer Ried enteignen müsste, um eine S 18 zu bauen. Trotzdem tut er seine Meinung kund, ein paar applaudieren, manche Ahnungslose stimmen gerne zu. So wird Stimmung gemacht – aber sie bringt uns nicht weiter. Wir stehen vor einer Riesenhürde, aber genau diese Landesregierung will sie nicht nehmen: Die Erde hat derartig Fieber, dass niemand diesem Wahnsinn entkommen wird. Weder der Landeshauptmann noch seine Kinder. Da ist es besser, man schlüpft unten durch: Alles soll beim Alten bleiben, machen wir eine Politik des Ignorierens, wie eh und je. Das Zauberwort heißt: Verdrängung. Viele wünschten auch, alles bliebe so, gleich wie bisher. Aber wir wissen: Das stimmt nicht. Wir wissen es alle. Die Hitze und auch die Unwetter, sie sind einfach katastrophal. Die Schläge, die Ereignisse dazu, folgen in immer dichteren Abständen. Sind wir nicht alle Wirtschaft und haben nur eine Erde?

Andreas Postner, Rankweil