Leserbriefe: Diese Naturschützer…

… sind immer nur am Jammern. Ihnen kann man nie etwas recht machen. Und sowieso nervt es, dass sie sich in ihrer Freizeit, nach einem Tag Arbeit und einem wahrscheinlich großen Bedürfnis nach Ausruhen, auf Fahrräder und in öffentliche Verkehrsmittel begeben, um sich abends auf Treffen dann auch noch für Naturschutz zu engagieren. Und was haben sie davon? Ruhm und Ehre? Ganz bestimmt nicht! Seit Bekanntgabe der Novellierung des Naturschutzgesetzes bin ich wohl eine von ihnen. Diese Lockerungen versetzen mich in Rage. Nach diesem Sommer sollte Begrünung innerorts verpflichtend sein. In Anbetracht der Situation ist es mir unmöglich, nichts zu tun oder still zu sein. Wenn dieses Gesetz durchgeht, und das haben unsere Politiker ganz geschickt eingefädelt, werden die Reichen reicher und dem Rest der Bevölkerung wird suggeriert, dass es damit der Wirtschaft besser gehen wird und somit uns allen. Was für ein Trugschluss! Aber gegen diese Naturschützer wird ordentlich gewettert, nach unten tritt es sich schließlich leichter. Und irgendwo muss die Wut ja hin. Das Wording und der Diskurs rund um „diese Klimaschützer“ muss sich radikal ändern. Mit ihrem Engagement in ihrer Freizeit stehen sie für alle ein, und das ist kein Rückschritt, sondern maximaler Fortschritt. Erkennen wir sie doch als das an, was sie sind: Lebensgrundlagenschützer. Und das können wir alle sein.
Marion Partel, Frastanz