„Es wäre noch Platz für einen Interspar-Markt“

Markt / 08.03.2013 • 22:19 Uhr
Markus Kaser in seiner Welt: Der Interspar-Österreich-Chef will weiter in die Qualität und Auswahl in seinen Märkten investieren. Foto: VN/sca
Markus Kaser in seiner Welt: Der Interspar-Österreich-Chef will weiter in die Qualität und Auswahl in seinen Märkten investieren. Foto: VN/sca

Interspar in Vorarlberg ist eine Erfolgsgeschichte, die Markus Kaser fortschreiben will.

Feldkirch, Salzburg. Im Selbstbedienungsrestaurant des Interspars Feldkirch- Illpark ist hübsch gedeckt und ein „Reserviert“-Schild kündigt außergewöhnliches an: Markus Kaser, Chef über 67 Interspar-Märkte mit 61 SB-Restaurants, hat sich angekündigt. Nicht zur Inspektion, sondern zu einem Gespräch. Alles klappt, der Chef ist eloquent und voll des Lobes für seine Mitarbeiter: „Die Qualität unserer Mitabeiter ist sehr hoch. Wir legen auch großen Wert auf eine menschliche Beziehung.“ Deshalb und weil er einen Umgang pflege, wie er ihn auch für sich selbst erwarte, habe das Handelsunternehmen eine der niedrigsten Fluktuationsraten überhaupt.“

Aber natürlich kann man diese Handelsmacht nicht nur mit guten Gesten regieren, im Gespräch mit den VN wird er schnell konkret und nennt Zahlen: „Die Vorarlberger Interspar-Märkte sind sehr erfolgreich. Dafür spricht auch das Ranking von Österreichs Supermärkten. Unter den fünf ertragreichsten Märkten im ganzen Land sind gleich drei Interspar-Märkte in Vorarlberg. Er weiß natürlich, an was das liegt – an den Schweizer, Liechtensteiner und sogar deutschen Kunden, die in Vorarlberg gute Ware günstig finden und „in einer Breite, wie es sie in Deutschland gar nicht mehr gibt. Dort gibt es nur Diskonter oder teure Feinkostläden.“ Logisch, dass einer wie Kaser bei solch guten Zahlen an „Mehr“ denkt. „Für einen Interspar wäre in Vorarlberg schon noch Platz“, sagt Kaser. Und auch wenn er betont, dass es keine konkreten Pläne gibt, weiß er doch, wo so ein Interspar gut plaziert wäre: In Dornbirn-Nord. Da passe die Verkehrsinfrastruktur, beweist der Salzburger Manager Ortskenntnisse.

Der hybride Kunde

Und auch wenn Interspar diesen neuen Standort erst einmal nur andenkt, einen Spar in Dornbirn-Nord wird es dennoch bald wieder geben. Im Schwefel, wo das Unternehmen lange Jahre einen Standort im ehemaligen Familia-Markt betrieben hat, soll es, so der Vorarlberger Spar-Direktor Gerhard Ritter, in absehbarer Zeit wieder einen Eurospar geben. Es könnte sogar wieder zur bewährten Kombination in dem derzeit leerstehenden Gebäude von Lebensmittelhändler und Baumarkt kommen. Bis die Interspar-Pläne konkreter werden, ist also für Spar-Präsenz in dem großen Wohnquartier gesorgt.

Für Auswahl und Qualität sorgt Kaser schon jetzt in den bestehenden Hypermärkten. „2013 werden wir einen weiteren Qualtitätsschub starten, wir werden auch den lokalen Produkten noch mehr Platz einräumen“, zeigt er die Strategie auf: Und die Breite des Angebots, das Interspar biete, sei auch für viele Kunden ganz wichtig: „Wir halten nicht viel von einem Entweder-oder, man muss die Dinge in Balance halten.“ Deshalb gebe es in ein und demselben Interspar-Laden die Diskontschiene „S-Budget“ und die Spar-Premium-Linie mit höchstklassigen Produkten. „Der Kunde ist heute hybrid. Er sucht in jeder Schiene das für ihn interessante Produkt.“ Die Rechnung geht auf: Die größte Tochter der Spar hat im vergangenen Jahr über 1,4 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Besonders gut entwickelt haben sich die 2010 modernisierten Märkte im Feldkirch-Illpark und Feldkirch-Altenstadt. Den sehr qualitätsorientierten Kunden wird auch in Zukunft Neues geboten: „Neben den regionalen Produkten legen wir den Schwerpunkt auf das Weinangebot und die Fischauswahl“, so Kaser.

Wir halten nicht viel von einem Entweder-oder. Wir wollen die Dinge, nämlich unser Sortiment, in Balance halten.

Markus Kaser

Interspar in Vorarlberg

5 Hypermärkte

Bregenz, Bürs, Dornbirn, Feldkirch-Illpark, Feldkirch-Altenstadt

mit 5 Restaurants

Verkaufsfläche in m²: 18.500

MitarbeiterInnen: 781 (exkl. TANN)

davon Lehrlinge 32

Lokales Sortiment

Produzenten: 47

lokale Produkte: 437