Rankweil hält an Sutterlüty-Plan fest

Markt / 12.03.2013 • 22:09 Uhr
Sutterlüty hat mit dem neuen Konzept den Nerv der Rankweiler getroffen. Politiker und Bürger sind einverstanden. Foto: VN/Rhomberg
Sutterlüty hat mit dem neuen Konzept den Nerv der Rankweiler getroffen. Politiker und Bürger sind einverstanden. Foto: VN/Rhomberg

Jetzt liegt der Ball bei der Landesregierung. Nahversorgung auf dem Prüfstand.

Rankweil. In der Bevölkerung, so berichten die Rankweiler Politiker aller Couleurs, stößt das neue Projekt des Vorarlberger Lebensmittelhändlers Sutterlüty, das in den VN bereits vorgestellt wurde – nämlich einen großen Markt am bisherigen Standort Landammanngasse und einen kleineren Markt in der Stiegstraße –, auf großen Zuspruch, denn alle Anforderungen der Konsumenten wie der Gemeinde sind erfüllt – auch nach einer eingehenden Prüfung durch die Gemeinde. Und deshalb ist Bürgermeister Martin Summer auch erstaunt, dass das Projekt nun scheinbar in der Landesraumplanung festhängt. „Die Argumente der Raumplanungsstelle sind sehr schwammig. Ich weiß nicht, warum es nun einen neuen Durchgang brauchen soll“, ist der Ortschef etwas ungehalten über das Vorgehen der Landesbehörden.

„Alle Vorgaben erfüllt“

Eine weitere Runde im Land wäre denn auch für Sutterlüty mit Kosten und Ärger verbunden. „Das würde das Projekt um ein weiteres Jahr verzögern“, ist sich Summer sicher und verweist darauf, dass das Projekt bereits am 29.11. 2010 eingereicht wurde. Für ihn und für Projektbetreiber Jürgen Sutterlüty ist klar: „Das nun vorgelegte Projekt hält sich an alle Vorgaben der Gemeinde und auch der Raumplanung.“ Summer verweist darauf, dass das jetzt vorgelegte Projekt auch den Bedingungen „Kerngebiet“ und „Eignungszone“, die von der Landesraumplanung definiert wurden, entspreche.

Das Land Vorarlberg muss nun einen Regierungsbeschluss fällen, und zwar für den 950-Quadratmeter-Markt in der Stiegstraße, denn für den bestehenden und nun zum Umbau anstehenden Markt in der Landammanngasse, der auch als Quartiersmarkt für das zur Bebauung anstehende Gebiet ob der Bahnlinie dienen wird, braucht es gar keine Bewilligungen.

Ob und wie das geschehen soll, scheint noch kontrovers diskutiert zu werden. Immerhin fanden bereits zwei Sitzungen mit Landeshauptmann Markus Wallner, dem ressortzugeteilten Landesrat Karlheinz Rüdisser und den beamteten Experten statt, um die Lage zu sondieren. Rüdisser zum Thema: „Es stellt sich die Frage, was Nahversorgung ist. Ist das noch Nahversorgung in der Stiegstraße?“ Das werde das Land jetzt klären, so der Landestatthalter, der bereits am Tag des Bekanntwerdens der neuen Pläne eine schnelle Sitzung mit mehreren Beteiligten, u. a. dem Bürgermeister, anberaumt hat. Ob im Vinomnacenter, in dem ein Sutterlüty-Satellit geplant war, trotz der neuen Entwicklung ein Nahversorger einzieht, ist noch nicht ganz klar.

Ich weiß nicht, warum es noch einen Durchgang braucht.

Martin Summer, Bürgermeister