Als Gärtner in der Natur verwurzelt

Markt / 16.06.2014 • 22:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Tobias Marte: „Die Umstellung auf Bio war und ist mit viel Arbeit verbunden. Aber ich würde nie mehr zurück wollen.“  Fotos: Hechenberger  
Tobias Marte: „Die Umstellung auf Bio war und ist mit viel Arbeit verbunden. Aber ich würde nie mehr zurück wollen.“ Fotos: Hechenberger  

Gemüse, Jungpflanzen und Kräuter vom Frima-Biohof in Ludesch sind landesweit gefragt.

Ludesch. Der Sohn der größten Gemüse-Dynastie in Ludesch half schon als Kind im elterlichen Betrieb mit, startete seine berufliche Laufbahn aber zunächst als Anlagenelektriker. Ab dem Jahr 2007 fand er zurück „zu seinen Wurzeln“: 2009 schließlich übernahm er den von seinen Vorfahren 1924 gegründeten und zu bedeutender Größe entwickelten Frimahof.

Man belieferte früher hauptsächlich den Großhandel, der – dem (vermeintlichen?) Konsumentenwunsch entsprechend – strenge Richtlinien vorgab, was Aussehen, Form, Größe und Farbe der verschiedenen Gemüsesorten betraf. „Diese Vorgaben zu erfüllen, war nur durch konventionellen Anbau, mit Einsatz von Spritzmitteln und Kunstdünger möglich“, erinnert sich Tobias Marte.

Im engen Kontakt mit den Kunden auf dem Bludenzer Markt und im Hofladen in Ludesch war andererseits der Wunsch nach „Bio-Qualität“ immer mehr spürbar. Der Ludescher Ökoberater Gebi Bertsch und Elfriede Stopper vom Verband BIO Austria gaben schließlich entscheidende Impulse und Hilfestellung: Mit Jahresbeginn 2012 wurden chemische Spritzmittel und Kunstdünger vom Frimahof verbannt. Nach der zweijährigen Umstiegsphase und entsprechenden Kontrollen wurde dem Ludescher Gartenbaubetrieb das Bio-Gütesiegel zuerkannt.

Schwebfliegen, Gallmücken und Marienkäfer-Larven, die „ausschauen wie kleine Krokodile“, sind heute die Verbündeten von Tobias Marte. Anstelle der früheren chemischen Keulen übernehmen jetzt sie den Kampf gegen Schädlinge. Gepaart mit viel Wissen über die Zusammenhänge von Nährstoffen und Fruchtfolgen und vor allem in Verbindung mit der Bereitschaft, immer wieder Neues zu lernen, entwickelt sich der Frimahof prächtig. „Meine Mitarbeiter ziehen voll mit und vor allem bin ich unseren Kunden dankbar“, erklärt Tobias Marte: Die sind nämlich durchaus bereit, den Mehrpreis für den nicht unbeträchtlichen Arbeits-Mehraufwand zu zahlen.

Elisabeth Steiner, GärtnerinIch bin seit 15 Jahren am Frimahof und habe mich besonders gern um den Anbau und die Pflege der Kräuter gekümmert, nebenher auch eine Ausbildung zur Kräuterpädagogin absolviert.  
Elisabeth Steiner, Gärtnerin
Ich bin seit 15 Jahren am Frimahof und habe mich besonders gern um den Anbau und die Pflege der Kräuter gekümmert, nebenher auch eine Ausbildung zur Kräuterpädagogin absolviert.  
Ruth Heller, GärntnerinIch liebe es, an der frischen Luft zu arbeiten – auch wenn das hier auf dem Feld oft eine Knochenarbeit ist. Den Umstieg zum Biobetrieb habe ich skeptisch gesehen, jetzt bin ich aber total begeistert.   
Ruth Heller, Gärntnerin
Ich liebe es, an der frischen Luft zu arbeiten – auch wenn das hier auf dem Feld oft eine Knochenarbeit ist. Den Umstieg zum Biobetrieb habe ich skeptisch gesehen, jetzt bin ich aber total begeistert.   
Elisabeth Steiner, GärtnerinIch bin seit 15 Jahren am Frimahof und habe mich besonders gern um den Anbau und die Pflege der Kräuter gekümmert, nebenher auch eine Ausbildung zur Kräuterpädagogin absolviert.  
Elisabeth Steiner, Gärtnerin
Ich bin seit 15 Jahren am Frimahof und habe mich besonders gern um den Anbau und die Pflege der Kräuter gekümmert, nebenher auch eine Ausbildung zur Kräuterpädagogin absolviert.  
Tobias Marte: „Die Umstellung auf Bio war und ist mit viel Arbeit verbunden. Aber ich würde nie mehr zurück wollen.“  Fotos: Hechenberger  
Tobias Marte: „Die Umstellung auf Bio war und ist mit viel Arbeit verbunden. Aber ich würde nie mehr zurück wollen.“ Fotos: Hechenberger  
Ruth Heller, GärtnerinIch liebe es, an der frischen Luft zu arbeiten – auch wenn das hier auf dem Feld oft eine Knochenarbeit ist. Den Umstieg zum Biobetrieb habe ich skeptisch gesehen, jetzt bin ich aber total begeistert.   
Ruth Heller, Gärtnerin
Ich liebe es, an der frischen Luft zu arbeiten – auch wenn das hier auf dem Feld oft eine Knochenarbeit ist. Den Umstieg zum Biobetrieb habe ich skeptisch gesehen, jetzt bin ich aber total begeistert.   

Fakten zur Firma

» Firmengründung: 1924

» seit 1.1.2014 als Biobetrieb zertifiziert

» Mitarbeiter: 4

» Barxerstraße 26, Ludesch

Weitere Infos zum Unternehmen auf www.www.frimahof.at

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