Erdwärmekörbe für Argentinien

12.10.2015 • 16:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nach harter Kostenoptimierung hat Weider Wärmepumpen für heuer ein Plus von fünf Prozent als Ziel. Foto: VN/Hartinger
Nach harter Kostenoptimierung hat Weider Wärmepumpen für heuer ein Plus von fünf Prozent als Ziel. Foto: VN/Hartinger

Weider Wärmepumpen hat einen Großauftrag aus Südamerika an Land gezogen.

Hard. Seit wenigen Monaten hat Weider Wärmepumpen sein Produktsortiment um sogenannte Erdwärmekörbe erweitert, die das Unternehmen in Kooperation mit einem oberösterreichischen Betrieb in Vorarlberg selbst herstellt. Damit produziert Weider erstmals Bauteile zur Erschließung der Wärmequelle selbst.

Diese Erdwärmekörbe seien in der Platzierung im Erdreich wesentlich günstiger, da nicht 100 Meter oder tiefer gebohrt werden müsse, sondern lediglich 3,5 Meter tief gegraben werden muss. „Das kann nahezu jeder auf der Baustelle vorhandene Bagger, da braucht es kein Spezialgerät“, so  der geschäftsführende Gesellschafter Lucas Rupp (47) und Prokurist Roger Koplenig (49). Dadurch sei der Erdwärmekorb um bis zu 30 Prozent günstiger als die Erdsonde und könne zudem auch passiv kühlen. Jetzt hat ein Energieversorger aus Buenos Aires mehrere Anlagen bestellt. Das Auftragsvolumen beziffert Rupp mit rund 130.000 Euro. „Das Interessante daran ist, dass der Kunde auch schon Folgegeschäfte angekündigt hat.“

Wegen des niedrigen Ölpreises sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2014 um 18 Prozent auf etwa 2,7 Mill. Euro. Nur durch eine rasche Anpassung der Kostenstruktur sowie eine Senkung der Personalstandes von 27 auf 23 Mitarbeiter hat es das Unternehmen angesichts dieser Entwicklung geschafft, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Für 2015 erwartet Rupp ein Umsatzplus von fünf Prozent auf etwa 2,8 Millionen Euro. Der derzeitige Auftragsbestand liege um 32 Prozent höher als im Oktober 2014.

Nach harter Kostenoptimierung hat Weider Wärmepumpen für heuer ein Plus von fünf Prozent als Ziel. Foto: VN/Hartinger
Nach harter Kostenoptimierung hat Weider Wärmepumpen für heuer ein Plus von fünf Prozent als Ziel. Foto: VN/Hartinger