Bett und Zeug aus Zirbe

29.10.2015 • 17:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Über tausend Zirbenholzbetten sind in der Bludenzer Manufaktur der Koje bereits entstanden. VN/Paulitsch
Über tausend Zirbenholzbetten sind in der Bludenzer Manufaktur der Koje bereits entstanden. VN/Paulitsch

„Die Koje“ baut Zirbenholzbetten, die die Gesundheit fördern und zudem schön sind.

Bludenz. (VN-gms) Die Erfolgsgeschichte von „Die Koje“ beginnt mit einem Schicksalsschlag. 2004 wird der Vater von Christian Leidinger Opfer des Tsunami in Südostasien. Der junge Mann übernimmt daraufhin mit 25 Jahren die Tischlerei Leidinger, die bereits der Großvater gegründet hat. Zu diesem Zeitpunkt ist die Firma vor allem im Objektbau tätig.

2012 setzte Leidinger dann einen mutigen Schritt: Er stellte mit „Die Koje“ das Unternehmen komplett neu auf. Seither werden in der Manufaktur in Bludenz Zirbenholz-betten gefertigt. Diese bestechen durch edles Design, nachhaltige Produktion und die gesundheitsfördernde Wirkung der Zirbe. Die Besonderheit der Betten ist die Konstruktion. Keine Schraube und kein Nagel wird benötigt. Lediglich massives Zirbenholz wird verarbeitet und mittels patentiertem Stecksystem zusammengesteckt. In wenigen Minuten können die Betten zusammen- und auch wieder abgebaut werden. Dabei wird jedes Bett auf den Kunden abgestimmt: Höhe, Breite und auch Länge können angepasst werden. Für eine edle Optik sorgt, dass die Betten komplett astfrei sind. Zudem ist der Firmenchef um Nachhaltigkeit bemüht. „Wir schmeißen nichts weg“, betont er. So werden aus den Spänen Zirbenholzkissen erzeugt und die restlichen Holzabfälle werden zum Heizen des Betriebs verwendet. Aktuell werden zusätzliche Zirbenholzprodukte für Schlafzimmer entwickelt.

Zirbenholz ist ein besonderer Werkstoff: Die verwendeten Hölzer stammen aus Hochwäldern in Tirol, Südtirol und dem Engadin. Der Duftstoff Pinosylvin hat besondere Eigenschaften: Er sorgt für einen niedrigeren Blutdruck, verlangsamt den Herzschlag und verhilft so zu einem guten Schlaf.

Die Mischung aus gutem Design, gesundheitsfördernder Wirkung und nachhaltiger Produktion kommt an. 50 Betten werden monatlich gefertigt, die Wartezeit auf ein „Koje“-Bett beträgt etwa zehn Wochen. Neben einem Showroom in Dornbirn eröffnete Leidinger letztes Jahr ein Geschäft im 1. Bezirk in Wien, und auch in München könnte es bald einen Shop geben.

Patrick Zech,
            
              Tischler
            Ich arbeite sehr gerne mit massivem Holz. Dass wir auf Spanplatten verzichten, finde ich lässig, es macht die Arbeit besonders.

Patrick Zech,

Tischler

Ich arbeite sehr gerne mit massivem Holz. Dass wir auf Spanplatten verzichten, finde ich lässig, es macht die Arbeit besonders.

Yannick Fischer, Angelernter HelferIch kümmere mich um unsere Zirbenkisssen und helfe in der Werkstatt. Es gefällt mir hier sehr gut – wir haben ein super Team.

Yannick Fischer,

Angelernter Helfer

Ich kümmere mich um unsere Zirbenkisssen und helfe in der Werkstatt. Es gefällt mir hier sehr gut – wir haben ein super Team.

Markus Schranz, TischlerEs ist hier eine sehr schöne Arbeit. Das Arbeiten mit astfreiem Holz ist etwas ganz Besonderes, das uns auszeichnet und gut ankommt.

Markus Schranz,

Tischler

Es ist hier eine sehr schöne Arbeit. Das Arbeiten mit astfreiem Holz ist etwas ganz Besonderes, das uns auszeichnet und gut ankommt.

Fakten zur Firma

» 15 Mitarbeiter, 2 Schauräume

» 30 Kubikmeter Zirbenholz pro Monat werden verbaut

» 50 Betten werden pro Monat gebaut

Weitere Infos zum Unternehmen auf www.diekoje.at