Christkind gibt zwei Milliarden aus

17.11.2015 • 21:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Etwas mehr darf es heuer sein. Österreicher geben heuer um 1,7 Prozent mehr für Geschenke aus. Foto: VN/Steurer
Etwas mehr darf es heuer sein. Österreicher geben heuer um 1,7 Prozent mehr für Geschenke aus. Foto: VN/Steurer

Der Weihnachtsumsatz 2015 wird leicht steigen, prognostizieren Handelsforscher

Wien, schwarzach. (VN-sca) Etwas spendabler als im vergangenen Jahr sind die Schenker heuer. Die Handelsforscher von Regioplan Consulting sagen jedenfalls eine Steigerung von 1,7 Prozent voraus. Damit würden die Österreicher 1,92 Milliarden Euro für das „Christkindle“ ausgeben. In Vorarlberg darf man mit einer höheren Steigerung rechnen, denn nach wie vor sind die Vorarlberger Geschäfte für Schweizer Kunden äußerst attraktiv. Darin sind sich Handelsforscher und Händler einig.

„Eine leichte Brise“

Obwohl die Kosten steigen, war es auch schon deutlich mehr, was die Menschen zur Weihnachtszeit ausgegeben haben. „Langfristig betrachtet, sinkt die Bedeutung der Weihnachtsausgaben für den Handel, denn haben diese noch in den 50er-Jahren bei zehn Prozent gelegen, sind es heuer nur noch etwa drei Prozent. Nachdem keine groben politischen und wirtschaftlichen Krisen zu vermelden sind, die auf die Konsumlaune einen erheblichen Einfluß haben, erwarten wir eine leichte Brise von Konsumfreude, was die Weihnachtseinkäufe anbelangt“, erklärt Handelsexpertin und RegioPlan Geschäftsführerin Hania Bomba.

Jahresperformance

Die Bedeutung der Weihnachtsumsätze ist nicht für jede Branche gleich. Der Spielwarenhandel setzt fast doppelt so viel um wie in einem durchschnittlichen Monat im Jahr, gefolgt vom Uhren- und Schmuckhandel, dem Buchhandel mit knapp 70 Prozent und der Unterhaltungselektronik mit 65 Prozent. Obwohl nicht mehr ganz so signifikant, auch für die Bekleidungsbranche mit 23 Prozent, die Kosmetikbranche mit knapp 20 Prozent und den Lebensmittelhandel mit 17 Prozent, ist der zusätzliche Weihnachtsumsatz im Monat Dezember wichtig für die Jahresperformance. Was für Sorgenfalten beim traditionellen Handel sorgt: Die Ausgaben zu Weihnachten steigen im World Wide Web auch heuer wieder stärker  als die auf der stationären Fläche. Die Handelsbranchen mit den stärksten Onlineanteilen sind heuer der Buchhandel mit 31 Prozent, der Elektrohandel mit 30 Prozent und der Bekleidungshandel mit 23 Prozent.