DAX über 11.000 Punkte

Markt / 20.11.2015 • 20:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Jürgen Rupp
Jürgen Rupp

schwarzach. Die Signale der US-Notenbank Fed wurden diese Woche an den Aktienmärkten positiv aufgenommen. Die Sitzungsprotokolle der Währungshüter deuteten darauf hin, dass die Fed zwar im Dezember die Zinsen erstmals seit fast zehn Jahren anheben wird, danach aber
zurückhaltend

agieren wird. Damit konnte ein Stück Unsicherheit aus dem Markt entweichen. Die US-Zinswende kommt, aber sie kommt langsam. Und genau das wollen die Anleger an den Aktienmärkten hören.

Daraufhin sprang der DAX deutlich über die psychologisch wichtige 11.000 Punkte-Marke und konnte so trotz der dramatischen Ereignisse in Paris ein Wochenplus von über 3 Prozent verzeichnen.Die aktuell niedrigen Zinsen sind weiterhin die treibende Kraft für die steigenden Aktienmärkte.

Auch an den Devisenmärkten lassen sich die Signale der Fed ablesen. Die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA stärken den Dollar, während die zu erwartenden neuen Lockerungsschritte der EZB umgekehrt den Euro unter Druck setzen. Im Oktober kostete der Euro über 1,14 Dollar, heute müssen mit 1,07 gut sieben US-Cent weniger bezahlt werden. Vor allem exportorientierte Unternehmen in Europa werden von diesem Rückgang des Euro profitieren. So könnten die niedrigen Zinsen und ein schwächelnder Euro an den europäischen Aktienmärkten für die erhoffte Jahresendrally sorgen.

juergen.rupp@raiba.at,
Jürgen Rupp, Teamleiter
Wertpapier Consulting,
Raiffeisenlandesbank Vorarlberg

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