Die Rückkehr auf die Normalspur

21.07.2016 • 20:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Österreichs Wirtschaft soll bis 2020 durchschnittlich um 1,4 Prozent wachsen.

Wien. Die österreichische Wirtschaft wird nach Einschätzung des IHS 2016 bis 2020 um durchschnittlich 1,4 Prozent pro Jahr wachsen, nach durchschnittlich 1,1 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Der Brexit wird die Wirtschaftsleistung insgesamt um 0,5 Prozent dämpfen. Österreich sei wieder auf die Normalspur zurückgekehrt, so IHS-Experte Helmut Hofer. Nach einem langsameren Wachstum im Vergleich zum Euroraum wachse die österreichische Wirtschaft nun wieder im Tempo des Euroraums, für den ebenfalls mit einer jährlichen Wachstumsrate von 1,4 Prozent gerechnet wird. Am heimischen Arbeitsmarkt sieht das IHS keine Entspannung. Die Arbeitslosenrate wird von 9,1 Prozent im Jahr 2015 bis 2018 auf 9,9 Prozent steigen und dann in etwa stabil bleiben. Das Wachstum der Beschäftigungsnachfrage wird zwar als kräftig mit durchschnittlich 1,2 Prozent angenommen. Dies reicht aber nicht aus, um das steigende Arbeitskräfteangebot, insbesondere aus den ost- und mittelosteuropäischen EU-Mitgliedern, zu absorbieren. Die Österreicher müssten länger arbeiten, und auch Frauen seien verstärkt am Arbeitsmarkt, erläutert Hofer. Ohne Zuwanderung hätte man eventuell eine geringe Arbeitslosigkeit, aber auch ein deutlich geringeres Wirtschaftswachstum.