Volksbank auf gutem Kurs

Markt / 30.08.2016 • 20:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Regionale Kompetenzzentren der Volksbank. Foto: VB
Regionale Kompetenzzentren der Volksbank. Foto: VB

Volksbank Vorarlberg startet im zweiten Halbjahr Kreditoffensive für die Wirtschaft.

Rankweil. (VN-sca) Die vergangenen Jahre waren für die Volksbank Vorarlberg nicht einfach. Nicht aus eigenem Verschulden, aber als Mitglied des österreichischen Volksbankenverbundes wanderte viel Geld in die Reorganisation des österreichischen Volksbanken-Sektors. Außerdem musste das Institut einen Schadensfall in der Volksbank Schweiz, der zu einem Vermögensausfall von 11,7 Mill. Schweizer Franken führte, ausgleichen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag 2015 dadurch bei einem Minus von 8,6 Mill. Euro. Doch nun hat die Volksbank Vorarlberg diese Altlasten hinter sich gelassen, wie die aktuellen Zahlen zeigen.

Erfolgreiches Halbjahr

Die Volksbank Vorarlberg Gruppe blickt nämlich auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2016 zurück, wie die Zahlen zeigen. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Jahresvergleich um 4,5 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss vor Steuern lag zum Halbjahr bei 3,46 Millionen Euro – eine Steigerung um 7,6 Prozent. Auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind seit Jahresbeginn um 4,3 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro gestiegen. Die Volksbank Vorarlberg Gruppe konnte zum Halbjahr anrechenbare Eigenmittel von 171,3 Millionen Euro ausweisen, was einer Eigenmittelquote von 13,6 Prozent entspricht.

Kreditoffensive

Vorstandsdirektor Gerhard Hamel zu den Halbjahreszahlen: „Das ist eine Bestätigung für das Vertrauen der Kunden in unsere Bank.“ Den erfolgreichen Weg will man weitergehen: Für das zweite Halbjahr kündigt Hamel eine Kreditoffensive an, um „die Position der Volksbank als Partner der Wirtschaft zu festigen. Wir wollen bei der Kreditoffensive der Volksbanken für kleine und mittlere Unternehmen aktiv unseren Beitrag leisten.“ Optimieren will die Volksbank das Geschäftsmodell. Mit der Bündelung der Kompetenzen in regionalen Beratungs-Zentren habe man auf die geänderten Kundenbedürfnisse reagiert. Im Vordergrund stehen eine Intensivierung der Beratungen und der Ausbau des Online-Banking. Die Markteinführung des neuen digitalen Volksbank Bankings mit neuem E-Banking sowie weiteren Apps werde im Herbst erfolgen, kündigt Hamel an.

Aufatmen auch in Sachen Volksbanken-Verbund: Die Neuordnung zu acht eigenständigen großen Regionalbanken habe man erfolgreich vorangetrieben. Am 30. Juni 2016 wurde der Volksbank-Verbund außerdem von der Europäischen Zentralbank (EZB) unbefristet bewilligt. Die Behörde anerkenne damit die Fortschritte der Volksbanken, gleichzeitig sei diese Bewilligung ein klares Signal, dass man das Bestehen des Volksbanken-Verbundes für einen wichtigen Faktor in der österreichischen Wirtschaft halte, erklärt Hamel.

Volksbank in Zahlen

» Bilanzsumme 1. Hj. 2016: 2,55 Mrd. Euro (4,5%)

» Überschuss vor Steuern 1. Hj. 2016: 3,46 Mill. Euro (7,6 %)

» Verbindlichkeiten gegenüber Kunden: 1,7 Mrd. Euro (+4,3%)

» Geschäftsstellen: 16 in Vorarlberg, Zentrale in Rankweil

» Tochterunternehmen im Land: Volksbank Vorarlberg Versicherungs-Makler, Volksbank Vorarlberg Leasing, Volksbank Vorarlberg Immobilien

Tochterunternehmen im Ausland: Volksbank AG Schweiz, Volksbank AG Liechtenstein

» Mitarbeiter: 430 Mitarbeiter

» Vorstand: Gerhard Hamel (Vorsitzender), Helmut Winkler