Ein Hauch Lech in Kitzbühel

Markt / 09.11.2016 • 18:44 Uhr
Das Ehepaar Johanna und Klaus Moosbrugger-Lettner mit Richard Hauser (r.) starten mit Kitzbühel Lodges. Foto: KCC
Das Ehepaar Johanna und Klaus Moosbrugger-Lettner mit Richard Hauser (r.) starten mit Kitzbühel Lodges. Foto: KCC

Arlberg-Hoteliers verpflanzen erfolgreiches Geschäftsmodell nach Kitzbühel.

Lech. (VN-sca) Während in Lech Hoteliers und Finanziers aus Deutschland, Russland und dem Vereinigten Königreich mehr oder weniger erfolgreich investieren, suchen Johanna und Klaus Moosbrugger-Lettner aus der Familie der Gasthof-Post-Eigentümer (Lech Lodges, Bergschlössl, St. Anton) ihr unternehmerisches Glück in einem Engagement in einem anderen weltberühmten Skiort, nämlich in Kitzbühel. Gemeinsam mit dem Kitzbühler Richard Hauser, der sich nach 20 Jahren Zusammenarbeit mit seinem Vater Balthasar als kaufmännischer Geschäftsführer aus der Stanglwirt GmbH zurückgezogen hat, haben sie ein neues Premium-Übernachtungsangebot geschaffen, das ab Dezember auf 1000 Quadratmetern im obersten Stock des Kitzbühel Country Clubs startet. Sie haben das Konzept der Lech Lodges, das bereits seit 2012 am Arlberg reüssiert, ins Unterinntal verpflanzt. Das Chalet-Konzept soll ab dieser Wintersaison auch Gäste der Gamsstadt begeistern.

„Da die Nachfrage nach unserem Angebot deutlich höher liegt, haben wir uns schon seit Längerem nach einer Erweiterungsmöglichkeit umgesehen“, berichtet Johanna Moosbrugger-Lettner. Die Lecher Tourismusunternehmer haben laut Hauser vier Wohneinheiten im Club gekauft und für fünf Millionen Euro als „Kitzbühel Lodge“ mit acht Suiten ausgebaut.

„Innovative Bewirtschaftung“

Das Modell des Kitzbühel Country Clubs ist nicht unumstritten. Die  Gemeinde Reith kämpfte dagegen an, weil Hauser die Hotelclubanlage zu einem „Betrieb mit Wohnanlage“ umwidmen wollte. Das Tiroler Landesverwaltungsgericht lehnte das aber ab. „Da hat es eine Unterstellung gegeben, dass es illegale Freizeitwohnsitze geben werde. Dafür ist das Modell nicht gedacht“, erklärte Hauser anlässlich der Präsentation des neuen Angebots. Es handle sich bei der Anlage vielmehr um eine innovative Bewirtschaftung im Rahmen eines Clubbetriebs, so der Tourismusunternehmer.