Eine Wintersaison, die es in sich hat

Markt / 24.02.2017 • 19:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vorarlberg musste bislang Einbußen bei Gäste- und Nächtigungszahlen hinnehmen. Foto: L. Berchtold
Vorarlberg musste bislang Einbußen bei Gäste- und Nächtigungszahlen hinnehmen. Foto: L. Berchtold

Schneemangel und ungünstige Feiertagskonstellation: Gäste- und Nächtigungszahlen bleiben im Minus.

Schwarzach. (VN-reh) Der Schnee kam spät, dafür dann aber reichlich und bescherte vielen Skifahrern traumhafte Skitage im Land. Und dennoch, die Zahlen für die bisherige Wintersaison 2016/17 verursachen wenig Optimismus. Wurde nämlich bereits zum Winterstart im Dezember bei den Gäste- und Nächtigungszahlen ein Minus verzeichnet, hat sich dieser Negativtrend nun auch im Jänner weiter fortgesetzt, auch wenn das Minus bei den Nächtigungen deutlich geringer ausfiel. 255.600 Gäste, um 7,7 Prozent weniger als vor einem Jahr, buchten insgesamt rund 1,13 Millionen Übernachtungen (-1,3 Prozent) in Vorarlberg. 

Schneemangel und Feiertage

Aber was sind die Gründe? War der Start im Dezember vor allem wegen des Schneemangels schwierig, wurde dies dann durch eine ungünstige Feiertagskonstellationen verschärft. „Aufgrund der jeweils auf ein Wochenende gefallenen Feiertage haben viele Gäste ihre Anreise nach hinten verschoben oder verkürzt“, erklärt Landestourismusdirektor Christian Schützinger. Rückgänge gab es dabei vor allem bei Buchungen aus Deutschland und aus den Niederlanden. Dies hatte enorme Auswirkungen. Schließlich sind beide Länder Stammmärkte für Vorarlbergs Tourismus, und die Gäste aus diesen Gebieten machen immerhin fast siebzig Prozent aus. Die Schweizer, ebenfalls ein wichtiger Markt, kamen dafür zahlreicher. Der Euro-Franken-Kurs wirkt hier nach wie vor „urlaubsfördernd“.

Für Schützinger bleibt die Wintersaison somit „herausfordernd“. Auch vorausblickend ist wenig Grund zur Euphorie. War man Ende Jänner noch zuversichtlich, das Minus aufholen zu können, sind nun auch die Erwartungen für die zweite Saisonhälfte verhalten. Das liegt vor allem an der andauernden ungünstigen Ferienkonstellation. „Die bayerischen Winterferien überschneiden sich mit den Krokusferien in Teilen der Niederlande und Belgiens. Durch diese Häufung kann nicht jede Anfrage optimal bedient werden“, erklärt Schützinger die Problematik.

Längere Saison

Auch die späten Ostern seien kein Vorteil. Vor allem nicht für die niedriger gelegenen Skigebiete, so der Tourismusdirektor. Insgesamt dauert die heurige Wintersaison drei Wochen länger als die letztjährige. Diese brachte ein Rekordergebnis mit 1,2 Millionen Wintergästen und rund fünf Millionen Nächtigungen. Ein Wert, der heuer kaum zu toppen sein wird. Dank Minus im Jänner hinkt die bisherige Zwischenbilanz dem Rekordwinter hinterher. Von November 2016 bis Jänner 2017 kamen bislang 493.500 Gäste (-4,3 Prozent) nach Vorarlberg, die rund 1,88 Millionen Nächtigungen (-5,6 Prozent) in Vorarlberg buchten.

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