Tourismus will neue Lehrinhalte

Markt / 24.03.2017 • 18:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Künftig sollen die 1260 Stunden Berufsschulzeit besser auf die Bedürfnisse der Betriebe und Jugendlichen aufgeteilt werden.
Künftig sollen die 1260 Stunden Berufsschulzeit besser auf die Bedürfnisse der Betriebe und Jugendlichen aufgeteilt werden.

Ausweitung der Berufsschulstunden soll für Persönlichkeitsbildung verwendet werden.

Feldkirch. (VN) Die Bundesregierung hat ein neues Modell zur Attraktivierung der Lehrberufe präsentiert, das unter anderem eine Angleichung der Berufsschulstunden auf 1260 bei allen dreijährigen Lehrberufen vorsieht. „Eine sinnvolle Entscheidung“, kommentiert Elmar Herburger, Spartenobmann und Bildungssprecher Tourismus in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. „Wir hatten einen erweiterten Zeitrahmen seit Langem gefordert.“ Auch die beabsichtigte bessere Aufteilung der 1260 Stunden Berufsschulzeit auf die Bedürfnisse der Betriebe und Jugendlichen mit stärkerer Gewichtung im ersten und schwächerer Gewichtung im dritten Lehrjahr hält er für sinnvoll. Für die Tourismusvertreter ist die Ausweitung allerdings an Bedingungen geknüpft, die die Ausbildung für die Jugendlichen und die Betriebe attraktiver macht. Deshalb haben die Fachverbände Gastronomie und Hotellerie mit dem Bildungsministerium ein Memorandum of Understanding ausgearbeitet.

Die Touristiker wünschen sich neue Lehrinhalte. „Die zusätzliche Zeit muss nicht vorrangig der Vertiefung der handwerklichen Fähigkeiten gewidmet sein, sondern sollte mit Themen gefüllt werden, die die Persönlichkeit der jungen Menschen bilden und ihre Kompetenzen im Umgang mit dem Gast stärken“, fordert Bildungssprecher Herburger und verweist auf die GASCHT, die neue Gastgeberschule für Tourismusberufe in Vorarlberg, die hier mit bestem Beispiel voranginge.