Im Land der Häuslebauer

15.02.2018 • 21:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lehm, Holz oder Ziegel. Geschmäcker sind verschieden. Die com:bau bildet alle verschiedenen Facetten des Bauens ab. VN/Steurer
Lehm, Holz oder Ziegel. Geschmäcker sind verschieden. Die com:bau bildet alle verschiedenen Facetten des Bauens ab. VN/Steurer

Messe com:bau hat sich gut etabliert und geht nun in die fünfte Runde.

Dornbirn Ein Haus zu bauen, ist für viele Menschen ein großes Ziel. Gerade in Vorarlberg ist dieser Wunsch besonders ausgeprägt. Nicht umsonst spricht man vom Land der Häuslebauer. Hier also eine Baumesse zu veranstalten, ist deshalb eine vernünftige Sache. Die com:bau findet heuer zum fünften Mal statt und hat sich gut etabliert. Ein Blick auf die steigenden Besucher- und Ausstellerzahlen zeigt das deutlich. Im Mittelpunkt steht natürlich alles, was mit Bauen und Sanieren zu tun hat. Zwei Sonderschauen widmen sich den Baustoffen Lehm und Holz. 250 Aussteller und damit um zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr zeigen auf 17.424 Quadratmetern alles, was mit Architektur, Bauhandwerk, Energie und Immobilien zu tun hat. Ergänzt wird das Angebot durch Beratungen der Vorarlberger Notare oder das Raiffeisen Bauforum, bei dem Experten Fragen wie „Welche Heizung passt zu meinem Haus, was kann ich mir überhaupt leisten und wie schütze ich mich vor Einbrechern?“ beantworten. Dabei ist vor allem die Frage der Finanzierung eine bedeutende. Denn trotz Niedrigzinsen ist Bauen für viele kaum mehr leistbar. Altbekannte Gründe wie steigende Grundstückspreise und Baukosten sind das eine. Wilfried Hopfner, der Vorstandsvorsitzende der Vorarlberger Raiffeisenbanken, sieht aber auch einen anderen Trend, der das Problem zusätzlich verschärft. Für ihn ist nämlich alles auch eine Frage des Anspruchs. „Heute muss alles fixfertig sein. Vielleicht müsste man das überdenken und beispielsweise in Etappen bauen.“ Das Anspruchsdenken ist ein Thema, das von Experten immer wieder angesprochen wird.

Wer nun aber ein Bauprojekt plant, der ist auf der com:bau goldrichtig. Denn das Angebot, komprimiert an einem Ort, sollte jeden Bauherren zufriedenstellen. Das Interesse zeigte sich im vergangenen Jahr an der Zahl von 12.400 Besuchern – über zehn Prozent mehr als im Vorjahr. „Die eigentlich noch junge Messe hat bereits eine große Bedeutung für die Region und die Bauwirtschaft“, sagt Messe-Geschäftsführerin Sabine Tichy-Treimel und ist überzeugt, dass sie noch weiter wachsen wird. VN-reh

com:bau: 9. bis 11. März 2018, Messequartier Dornbirn.