Gute Noten für Wirtsleute im Land

19.02.2018 • 21:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vorarlbergs Beherbergungsbetriebe (im Bild: Chaletdorf Aadla, Schröcken) haben in den letzten Jahren viel Geld investiert.VT
Vorarlbergs Beherbergungsbetriebe (im Bild: Chaletdorf Aadla, Schröcken) haben in den letzten Jahren viel Geld investiert.VT

Branchenreport attestiert Vorarlberger Gastronomie und Hotellerie solide Basis.

Wien, Feldkirch Fänden sich jetzt noch genug Mitarbeiter, dann wäre in der Vorarlberger Gastronomie und Hotellerie alles eitel Wonne. Immerhin hat sich die Wintersaison 2017/18 gut angelassen – genug Schnee sorgt für genug zufriedene Gäste, die auch wiederkommen. Sie kommen in Betriebe, die auch wirtschaftlich auf soliden Beinen stehen. Das geht aus dem Branchenreport der weltweit tätigen Wirtschaftsauskunftei CRIF hervor. Die Auskunftei hat für die Untersuchung den Zeitraum von
1. Jänner 2013 bis 31. Dezember 2017 herangezogen.

Höchste Eigenkapitalquote

Vorarlberg bekommt gute Noten. Zwar blieb im Berechnungszeitraum die Zahl der Gastronomie- und Hotels konstant bei rund 1500, doch nutzten die Vorarlberger Gastronomen und Hoteliers die letzten Jahre, um ihre Betriebe auf eine solide Basis zu stellen. CRIF hat die bis Anfang 2018 eingereichten Bilanzen der Jahre 2016 und 2015 hinsichtlich der Eigenkapitalausstattung der Betriebe verglichen.

Und sie bemerkten deutliche Unterschiede in den Bundesländern: So befinden sich die Unternehmen mit der besten Eigenkapitalausstattung in Vorarlberg, nämlich 26 Prozent, ein Anstieg zu 2015 um fast ein Prozent. Gleich danach folgen Kärnten
(ca. 22,6 %) und Salzburg (ca. 22,4 %). Auf dünnen finanziellen Beinchen stehen die Wiener Betriebe mit durchschnittlich 3,4 Prozent Eigenkapitalquote, 1,4 Prozent weniger im Vergleich zu 2015. Harald Furtner, Geschäftsführer der Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer bestätigt, dass die Vorarlberger Gasthöfe und Hotels auf starken Beinen stehen und betont: „Dazu kommt, dass in den vergangenen Jahren viel in die Ausstattung und Erweiterung investiert wurde.“ Die Branche sei für die Herausforderungen der nächsten Jahre hervorragend aufgestellt.

Entsprechend der guten Eigenkapitalausstattung entwickelten sich auch die Insolvenzen. Im letzten Jahr gingen die Insolvenzmeldungen in der Gastronomie- und Hotelleriebranche österreichweit zurück. Gab es von 2014 auf 2015 noch einen Anstieg von rund 8 Prozent, gingen die Zahlen von 2016 auf 2017 um 6 Prozent zurück. Die meisten insolventen Unternehmen wurden im vergangenen Jahr in Wien (28,4 Prozent) verzeichnet, am wenigsten gab es in Vorarlberg (3,6 Prozent) und dem Burgenland (2,9 Prozent). VN-sca

„Unsere Betriebe stehen auf einer soliden Basis und bieten den Gästen höchstes Niveau.“