Innovative kleine Unternehmen

11.05.2018 • 16:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
KMU-Preis Juror Hypo-Vorstand Wilfried Amann besucht Johannes Engel, Fa. Enjo, der beim KMU-Preis ausgezeichnet wurde.VN/Stiplovsek
KMU-Preis Juror Hypo-Vorstand Wilfried Amann besucht Johannes Engel, Fa. Enjo, der beim KMU-Preis ausgezeichnet wurde.VN/Stiplovsek

Über 1200 kleine und mittlere Unternehmen beteiligten sich bisher am KMU-Wettbewerb.

Schwarzach Die kleinen auf die Bühne – die Mittelstandsinitiative „KMU Preis“ der Vorarlberger Nachrichten und der Wirtschaftskammer wurde vor zehn Jahren ins Leben gerufen, um auf die Leistungen dieser Betriebe hinzuweisen, ihre Rolle als wichtige Stütze der Vorarlberger Wirtschaft ins Scheinwerferlicht zu rücken. Rund 1200 Betriebe haben sich in den vergangenen Jahren beteiligt, welche die Vielfalt und die unternehmerische Kraft in diesem Bereich eindrücklich dokumentierten. Die Klein- und Mittelbetriebe zu unterstützen, betrachtet der Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Hans Peter Metzler, als eine zentrale Aufgabe. Er hält dies vor allem auch deshalb für ein Gebot der Stunde, weil das Zeitalter der Digitalisierung die Firmen vor ganz neue, ungewohnte Herausforderungen stellt. „Für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU und damit der heimischen Wirtschaft halte ich es für entscheidend, wie künftig mit den Chancen und Möglichkeiten umgegangen wird, die der Megatrend Digitalisierung offenbart“, hebt Metzler hervor.

Eine IMAS-Umfrage unter den kleinen und mittleren Unternehmen des Landes vom Herbst 2017 zeigt, auf was diese bauen. Absolut wichtigster Erfolgsfaktor für 94 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe in Vorarlberg sind die Mitarbeiter. Das ergab eine IMAS-Umfrage im Herbst 2017. Demnach sind sie überzeugt, dass sie vor allem mit exzellent qualifiziertem Personal, Innovationsstärke (70 Prozent), Digitalisierungs-Know-how (64 Prozent) und Kostenführerschaft (63 Prozent) im Wettbewerb bestehen können.

Stärker als die Konkurrenz

Die Umfrage zeigt auch, dass der Begriff „Innovation“ für die Klein- und Mittelbetriebe unterschiedliche Bedeutungen hat. 37 Prozent der Befragten verstehen darunter die laufende Produktentwicklung. 15 Prozent bringen damit Effizienzsteigerung und elf Prozent Innovation mit neuen Technologien in Verbindung. Bei der Einschätzung der eigenen Innovationskraft schätzt sich mehr als jedes dritte Vorarlberger KMU (37 Prozent) stärker ein als die Konkurrenz.

Offensichtlich ist für viele Unternehmen auch der Zusammenhang zwischen Innovation und Digitalisierung. Rund ein Viertel der Vorarlberger KMU (27 Prozent) beurteilt den eigenen Digitalisierungsgrad stärker ausgeprägt als in der Branche. Wird Nachholbedarf geortet, so vor allem im Bereich Rechnungswesen (88 Prozent) und Einkauf (75 Prozent). Aber auch Kostenreduktion (68 Prozent) und das Erschließen neuer Märkte (66 Prozent) stehen im Fokus. Überwiegend (65 Prozent) herrscht die Meinung vor, dass Digitalisierung gleich viele Jobs vernichten wie schaffen wird.

„Die KMU sind diejenigen, die einen großen Teil des Steueraufkommens erwirtschaften.“