Tradition neu belebt

11.05.2018 • 16:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Stefan (r.) und Martin Übelhör bieten ein umfangreiches Spektrum qualitativ hochwertigster Produkte an und produzieren alles selbst. Fa/EU
Stefan (r.) und Martin Übelhör bieten ein umfangreiches Spektrum qualitativ hochwertigster Produkte an und produzieren alles selbst. Fa/EU

Übelhör vertraut auf die Unternehmenswurzeln und sucht gezielt Nischen.

Höchst Seit der Gründung im Jahr 1948 stellt das Unternehmen Eugen Übelhör aufwendige Heimtextilien und hochwertige Stickereien her. Am heutigen Firmenstandort in der Gemeinde Höchst wird seit dem Jahr 1967 produziert, ursprünglich nur Handarbeitsstoffe, später wurde das Sortiment laufend erweitert. Im Jahr 2000 wurde das Unternehmen an die Söhne Martin und Stefan Übelhör übergeben, über die Jahre hinweg ist dabei das Portfolio des Unternehmens stetig gewachsen. „Erst produzierten wir Handarbeitsstoffe, dann bestickte Tischwäsche und nun seit einigen Jahren auch Jacquardstoffe. Heute bieten wir ein umfangreiches Spektrum qualitativ hochwertigster Produkte an und produzieren dabei alles selbst. Natürlich war hierbei eine teilweise Neuausrichtung des Unternehmens notwendig, nur so können wir den hohen Ansprüchen unserer Kunden entsprechen“, erklärt Stefan Übelhör.

Hohes Maß an Know-how

Dementsprechend notwendig ist die eigene Produktion in den Bereichen Weberei, Stickerei und Konfektion. „Die vielfältige Aufgabenstellung erfordert ein hohes Maß an Know-how, schließlich decken wir in unserer Firma völlig unterschiedliche Produktionsbereiche ab. Das Risiko hat sich aber gelohnt, denn dadurch konnten wir uns eine hervorragende Nischenposition erarbeiten und sind heute sehr gut am Markt positioniert“, hebt Martin Übelhör hervor.

Potenziale genutzt

Insbesondere die Produktionserweiterung mit der Anschaffung von zwei Jacquardwebstühlen stellte eine große Chance dar. Dank der neuen Maschinen können seither nicht nur einfache Schaftgewebe, sondern auch raffinierte Jacquardgewebe hergestellt werden. „Das Arbeiten mit Jacquardwebstühlen war für uns nicht nur eine sehr große finanzielle Investition, sondern auch technologisch eine große Herausforderung. Ein grundlegendes Verständnis für die Materialen und Techniken war vorhanden, doch um die geforderte Qualität zu erreichen, war viel Einsatz notwendig“, verdeutlichen die Geschäftsführer. Heute sind die Jacquardmaschinen, bei welchen jeder Kettfaden einzeln angesteuert werden kann, ein wesentlicher Erfolgsgarant, weshalb bereits weitere Investitionen getätigt werden. Um das Unternehmen erfolgreich weiterentwickeln zu können, wurde vor Kurzem mit dem Bau einer neuen Produktionshalle begonnen. In diesem Zuge werden auch zwei weitere Jacquardwebstühle angeschafft.

Höchste Qualitätsansprüche

Ein wesentliches Erfolgsgeheimnis des Familienbetriebes mit 26 Mitarbeitern ist das Know-how des jahrelang für das Unternehmen tätigen Personals und die außerordentliche Qualität. Seit jeher wird mit Naturfasern gearbeitet, in den letzten Jahren auch verstärkt mit Materialien aus kontrolliert biologischem Anbau. Dementsprechend sind verschiedene Produktlinien nach GOTS zertifiziert. „Kunden wie das Unternehmen Grüne Erde sind für uns sehr wichtig, weshalb wir höchstes Augenmerk auf die Qualitätssicherung und Warenherkunft legen. Die Zertifizierung unserer Textilien als schadstofffreie und biologische Produkte ist wesentliche Voraussetzung und Kaufbedingung“, verdeutlicht Stefan Übelhör die Notwendigkeit der nachhaltigen Produktion.