KMU sind Stützen der Vorarlberger Wirtschaft

Markt / 07.06.2018 • 17:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
LSth. Karlheinz Rüdisser im Gespräch mit Unternehmer Gerald Hager. „Optimale Rahmenbedingungen für KMU schaffen.“ WBV
LSth. Karlheinz Rüdisser im Gespräch mit Unternehmer Gerald Hager. „Optimale Rahmenbedingungen für KMU schaffen.“ WBV

Wirtschaftsförderung des Landes für Klein- und Mittelbetriebe.

Bregenz Vorarlberg ist ein Wirtschaftsstandort mit einem breiten Branchen- und Technologiemix und zählt zu den wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Als Wirtschaftsstandort profitiert Vorarlberg von einer hohen Branchenvielfalt und einem gesunden Mix aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen: einem leistungsfähigen industriellen Kern, einem wettbewerbsfähigen Handwerk und Gewerbe und einem innovativen und kreativen Dienstleistungssektor.

Im Ballungsraum Rheintal-Walgau konzentrieren sich Industrie und Gewerbe. In den Talschaften und Bergregionen konnten sich durch Gewerbe, Handwerk und Tourismus gesunde und leistungsstarke Strukturen entwickeln.

Die Wirtschafsstruktur Vorarlbergs ist geprägt von global tätigen industriellen Leitbetrieben – viele davon in Familienhand – und einer Vielzahl von Klein- und Mittelbetrieben, die mit Qualität und Nischenprodukten erfolgreich im internationalen Wettbewerb agieren und damit Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand in der Region sichern.

Die hohe Bedeutung von Klein- und Mittelunternehmen in Vorarlberg zeigt allein die Tatsache, dass von den rund 8100 Arbeitgeberbetrieben rund 98 Prozent den Klein- und Mittelbetrieben zuzuordnen sind. Davon sind rund 6100 Betriebe Kleinstunternehmen mit maximal neun Dienstnehmern. In weiteren rund 1600 Kleinunternehmen sind zwischen zehn und 49 Mitarbeiter beschäftigt. In rund 640 Mittelunternehmen beträgt die Anzahl der Mitarbeiter zwischen 50 und 250. Dabei ist der Branchenmix sehr breit angelegt und reicht vom Gewerbe und Handwerk über die Industrie mit innovativen und technologieorientierten KMUs bis hin zum Handel sowie der Tourismus- und Freizeitwirtschaft.

Wesentlicher Beitrag

Klein- und Mittelunternehmen spielen nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch als Ausbildner von Fachkräften eine wichtige Rolle. Die duale Lehrlingsausbildung hat in Vorarlberg einen sehr hohen Stellenwert. Die konstant über dem Bundesdurchschnitt liegende Lehrlingsquote ist insbesondere auch auf das hohe Engagement von Klein-und Mittelunternehmen bei der Ausbildung zurückzuführen.

Klein- und Mittelunternehmen haben einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass sich Vorarlberg zu einem international anerkannten und vielseitigen Wirtschaftsstandort entwickelt hat. Wesentliche Erfolgsfaktoren von Klein- und Mittelunternehmen sind Innovationskraft, hohe Qualität und Flexibilität in Bezug auf individuelle Kundenbedürfnisse. Unternehmen unterschiedlichster Größenordnungen – vom Ein-Personen-Unternehmen bis zum Weltmarktführer – tragen durch ihre unternehmerische Tätigkeit und durch optimales Zusammenwirken zur dynamischen Entwicklung und Erfolgsleistung der Vorarlberger Wirtschaft bei. Insbesondere durch das Zusammenspiel von global tätigen Leitunternehmen und KMU können immer wieder wichtige nachhaltige Impulse für unseren Wirtschaftsstandort gesetzt werden.

Die Vorarlberger Landesregierung ist bestrebt, optimale wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg zu schaffen, um dessen Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Wichtige wirtschaftspolitische Schwerpunkte liegen in den Bereichen Forschung und Innovation, Deregulierung und Entbürokratisierung, Breitbandtechnologie und Digitalisierung, Ausbildung und Fachkräfte sowie in der fortlaufenden Optimierung der Wirtschaftsförderung. Das Wirtschaftsförderprogramm des Landes wurde breit angelegt, um Klein- und Mittelbetriebe bei ihren Aktivitäten bestmöglich unterstützen zu können.

KMU-Preis 2018

Jetzt anmelden Mit der Mittelstands­initiative starten die VN mit ihren Partnern WKV, Land Vorarlberg, Hypo, VLV und Auto Gerster zum zehnten Mal den KMU-Wettbewerb. Alle KMU sind eingeladen, sich zu beteiligen. Einreichungen sind in den Branchen Handel, Dienstleistung/Tourismus sowie Gewerbe/Handwerk bis 3. Juli 2018 möglich.