Wolford rutscht weiter in die Verlustzone, doch Restrukturierung zeigt Wirkung

Markt / 15.03.2019 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Tritt noch nicht gefunden: Die neue Kollektion von Wolford wird gelobt, doch im Ergebnis schlägt sich das bislang nicht nieder. Wolford
Tritt noch nicht gefunden: Die neue Kollektion von Wolford wird gelobt, doch im Ergebnis schlägt sich das bislang nicht nieder. Wolford

Strumpfhersteller will spätestens 2020/21 wieder schwarze Zahlen schreiben.

Bregenz Laufmaschen sind das häufigste Übel, das Feinstrumphosenträgerinnen beklagen müssen. Aber es gibt verschiedene Hausmittel und Tipps, wie man eine Laufmasche stoppt. Die Laufmasche im eigenen Geschäft versucht die Wolford AG seit mehreren Quartalen zu stoppen. Doch noch läuft die Masche weiter, auch wenn schon einige Mittelchen ausprobiert wurden (Die VN berichtete), wie der am Freitag veröffentlichte Bericht der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2018/19 zeigt. Allerdings: Die ersten Maßnahmen des Führungsduos Brigitte Kurz und Axel Dreher haben das Laufen etwas eingebremst.

Vorerst aber ist davon zumindest in der Bilanz wenig zu spüren: In den ersten neun Geschäftsjahresmonaten 2018/19 (Mai bis Jänner) sank der Umsatz um neun Prozent auf 108,2 Mill. Euro (Vorjahr: 119,4 Mill). Das Betriebsergebnis (EBIT) ging weiter zurück – von minus 1,4 Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf minus 2,3 Mill. Euro. Der Nettoverlust wuchs im Jahresabstand auf 4,2 (2017/18: 2,6 Mill. Euro).

Zurück in die Gewinnzone

Bis spätestens zum Geschäftsjahr 2020/21 will Wolford aber beim operativen Ergebnis (EBIT) wieder in die Gewinnzone zurückkehren, so das Textilunternehmen. Erst am 26. Februar hatte das Unternehmen die Einleitung weiterer Restrukturierungsmaßnahmen bekannt gegeben, um  die Kostenstruktur an das Umsatzniveau anzupassen. U. a. wurde in der Organisation und in der Beschaffung gestrafft, außerdem wurden am Hauptsitz in Bregenz 14 Arbeitsplätze eingespart. „Das identifizierte Einsparpotenzial liegt deutlich über 10 Millionen Euro“, so Wolford-Finanzchefin Brigitte Kurz.

„Wir arbeiten daran, die Grundlagen für Wachstum zu legen – dort, wo es zu erwarten ist.“

Axel Dreher, CEO Wolford AG

Neben hausgemachten Probleme, an deren Beseitigung nicht erst seit dem Einstieg des chinesischen Unternehmens Fosun gearbeitet wird,  kämpft Wolford auch mit sinkenden Kundenfrequenzen im stationären Modehandel, die die gesamte Branche betreffen. Hoffnung setzt man in der Bregenzer Wolfordstraße auf den asiatischen Markt im Allgemeinen und den chinesischen im Speziellen.