Den Hausarzt immer verfügbar

Markt / 09.05.2019 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
2018 war ein höchst erfolgreiches Jahr für die Uniqa.

Uniqa Vorarlberg legt weiter zu und spannt das Vorsorgenetz enger.

Schwarzach Eines vorneweg: Das Jahr 2018 war für die Uniqa Vorarlberg ein sehr erfolgreiches. Die Versicherung legte bei den Prämien um 3,6 Prozent auf 237,5 Millionen Euro zu. Insgesamt liegt man mit einem Marktanteil von 30,2 Prozent an erster Stelle in Vorarlberg. Vor allem die Krankenversicherung hat in den vergangenen Jahren immer stärker an Beliebtheit gewonnen. Allein im vergangenen Jahr konnte die Uniqa in Vorarlberg in diesem Bereich um 2,7 Prozent zulegen.

Das Versorgungsnetz wird noch noch enger gespannt. Mit dem neuen Serviceangebot „Akut-versorgt“ wird am Abend (18-22 Uhr) sowie am Wochenende und an Feiertagen (10-20 Uhr) eine ambulante Versorgung sichergestellt. Bei gesundheitlichen Problemen wie Fieber, Kreislauf, Rückenschmerzen, Harnwegsinfekten, Prellungen, Knochenverletzungen oder Platzwunden kann in dieser Zeit die Praxis Dr. Gruber in Lustenau aufgesucht werden.

Zu Gast in der VN-Redaktion: Peter Humer, Vertriebsvorstand Uniqa Österreich, und Markus Stadelmann, Landesdirektor Uniqa Vorarlberg. VN/Paulitsch
Zu Gast in der VN-Redaktion: Peter Humer, Vertriebsvorstand Uniqa Österreich, und Markus Stadelmann, Landesdirektor Uniqa Vorarlberg. VN/Paulitsch

Der Zusatzservice ist in drei Bundesländern erfolgreich angelaufen, betont Peter Humer, Vertriebsvorstand der Uniqa Österreich. Seit Mai in er auch in Vorarlberg verfügbar. „Damit sind wir die erste und einzige Versicherung in Vorarlberg“, sagt Uniqa-Landesdirektor Markus Stadelmann im VN-Gespräch. Das bringe nicht nur den Kunden Vorteile, sondern entlaste auch die Ambulanzen. Für bestehende Sonderklasse-Kunden ist das Angebot für 14 Monate zunächst kostenlos.

Den Bedarf sieht man klar gegeben. Laut einer Studie waren 73,4 Prozent der Vorarlberger in den letzten drei Jahren mindestens einmal selbst oder mit einem Angehörigen in der Ambulanz eines Krankenhauses. Knapp 52 Prozent hätten in der Zeit einen Hausarzt außerhalb der Dienstzeit gebraucht. Die Hälfte davon hat deshalb eine Ambulanz aufgesucht, ein Drittel den Ärztenotdienst angerufen. Eine weitere Frage ist für die Versicherung besonders spannend: Ob man bereit wäre, zu zahlen, wenn man außerhalb der Dienstzeiten des Hausarztes ohne Wartezeiten sofort behandelt würde? Das Ergebnis: Für sich selbst würden das 52 Prozent tun, für ihre Kinder sogar 90,5 Prozent.

Vorsorge als großes Thema

Auch wenn es länger gedauert hat, um das Bewusstsein für die private Vorsorge zu schaffen, seien die Menschen nun sehr sensibel dafür, sagt Peter Humer. Aktuell sei in der Beratung die Pensionsvorsorge für Frauen ein großes Thema, um einer möglichen Altersarmut vorzubeugen. „Hier sind die Männer gefordert“, so Stadelmann. Frauen werden übrigens auch als Beraterinnen dringend gesucht. Insgesamt zehn neue Mitarbeiter und fünf Lehrlinge sollen heuer bei der Uniqa eingestellt werden, denn man will regional stark bleiben. Die Richtung zeigt jedenfalls auch heuer nach oben. Bei den Prämien liegt man bislang erneut im Plus.