Eine Reise für alle

Markt / 14.06.2019 • 11:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Es ist wichtig auch ältere Mitarbeiter in den Wandel zu integrieren und sie die Veränderungen mitaushandeln und mitgestalten zu lassen. www.dr-seydel.de
Es ist wichtig auch ältere Mitarbeiter in den Wandel zu integrieren und sie die Veränderungen mitaushandeln und mitgestalten zu lassen. www.dr-seydel.de

Die Digitalisierung in der Arbeitswelt ist zutiefst menschlich.

Schwarzach Neue Informationstechnologien haben die Gesellschaft und deren Kommunikationsverhalten in den letzten Jahren grundlegend verändert. Wer weiterkommen will, muss alte Muster und Grenzen verlassen – und sich auf Neues einlassen. Dazu gehört auch die eigene Rolle im Team zu überdenken und sie zu reflektieren. Denn die Veränderung muss von der Unternehmensführung ausgehen und auch vorgelebt werden.

Auf den Chef kommen dabei gleich zwei Herausforderungen zu: Er muss den Digitalisierungsprozess im Unternehmen vorantreiben und gleichzeitig den Umgang mit den dadurch ausgelösten Veränderungen intern begleiten. Die besondere Aufgabe dabei ist, die Mitarbeitenden während des Veränderungsprozesses zu unterstützen. Die Konsequenz, die sich daraus ergibt, sind Führungspersönlichkeiten, die mit der steigenden Komplexität umgehen können und gleichzeitig die Menschen im Unternehmen verstehen und unterstützen können. Das setzt Fähigkeiten wie Coaching und Begleitung, Befähigung, Motivation und Vernetzung von Mitarbeitenden voraus. Es braucht den Willen, Macht und Kontrolle abzugeben, als Vorbild zu agieren und Eigenverantwortung sowie Autonomie bei den Mitarbeitenden zu fördern.

Reise des Wandels

Eine zusätzliche Herausforderung sind demografische Faktoren. Obwohl laut Studien bis 2020 die Digital Natives in der Mehrzahl sein werden, sind Unternehmen vor allem in Zukunft auf die älteren Mitarbeitenden angewiesen. Doch anders als die Jungen wurden Mitarbeiter ab 50plus nicht in die digitale Revolution hineingeboren. Für sie können die neuen Spielregeln ganz schön beängstigend sein. Es ist daher das Um und Auf, die „Oldies“ mit auf die Reise des Wandels zu nehmen. Zum Beispiel sollten auch ältere Mitarbeiter in den Arbeitsgruppen vertreten sein, die Veränderungen aushandeln und gestalten.

Das bringt Vorteile mit sich. Denn ältere Mitarbeiter sind geduldiger und gelassener. Diese Kompetenz können sie im Zusammenspiel mit jüngeren Kollegen gut einbringen. Dann befruchten sich die Weitsicht der Älteren und die Schnelligkeit, der Mut und die Neugier der Jungen gegenseitig. Dazu müssen wir einander jedoch zuhören, Rücksicht aufeinander nehmen und uns auf Augenhöhe begegnen. Die digitale Zukunft meistern wir nur gemeinsam. Die Basis dafür sind gemeinsame Regeln und Werte: Vertrauen, Transparenz, Respekt. Und die kennen bekanntlich kein Alter.Mit dem Einbezug aller Mitarbeitenden wird der Prozess der Veränderung besser verstanden und die Akzeptanz vergrößert. Nur so kann die Transformation auch wirklich gelingen. Die Digitalisierung darf auf gar keinen Fall als rein technisches Projekt gesehen werden, sie ist zutiefst menschlich.

Es ist wichtig auch ältere Mitarbeiter in den Wandel zu integrieren und sie die Veränderungen mitaushandeln und mitgestalten zu lassen. www.dr-seydel.de
Es ist wichtig auch ältere Mitarbeiter in den Wandel zu integrieren und sie die Veränderungen mitaushandeln und mitgestalten zu lassen. www.dr-seydel.de