US-Aktienmärkte auf Rekordhoch

05.07.2019 • 16:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz Die Aktienmärkte werden von einem Tauziehen zwischen einem zyklischen Konjunkturabschwung und einer erneuten Lockerung der Geldpolitik in Atem gehalten. So haben die drei wichtigsten US-Aktienindices in der Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank Fed diese Woche auf neuen Rekordhochs geschlossen. Die Veröffentlichung von US-Wirtschaftsdaten, die auf eine Abkühlung der Konjunktur hindeuten, konnten die Kauflaune der Investoren nicht trüben. Vielmehr wurden dadurch die Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung angeheizt.

Seit dem Jahreswechsel ist die US-Notenbank zumindest verbal auf einen Lockerungskurs eingeschwenkt. Dies hat dazu geführt, dass die Finanzmärkte ihre Zinssenkungserwartungen für das Jahr 2020 vorgezogen haben. Dieser Effekt steckt hinter der diesjährigen überaus positiven Aktienmarktentwicklung. Die wachsende Angst vor einem nachhaltigen Konjunkturabschwung oder gar einer Rezession konnte deshalb noch keine Wirkung entfalten.

So konnten die etablierten US-Aktienindices dieses Jahr bereits um ca. 20 Prozent zulegen. Ebenso konnten die europäischen Aktienmärkte mit Zugewinnen von über 18 Prozent aufwarten. Jedoch sind die europäischen Aktienmärkte noch weit von ihren ehemaligen Rekordhochs entfernt. Doch auch in Europa könnte die wieder aufkeimende Hoffnung auf eine expansivere Geldpolitik der EZB für weiteren Auftrieb sorgen.

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Jürgen Rupp, Teamleiter Wertpapier Consulting, Raiffeisenlandesbank Vorarlberg
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