Standort Vorarlberg: Starke Basis für die Zukunft

Markt / 20.08.2019 • 15:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Tor zur Welt: Über den Güterbahnhof Wolfurt wird ein Großteil der Exportwaren verschickt. VN/PAULITSCH

Die Konjunktur schwächelt, doch der Wirtschaftsstandort Vorarlberg sei gut vorbereitet.

Bregenz Es ist wohl an der Zeit, Optimismus zu verbreiten. Kurz bevor die Urlaubszeit zu Ende geht und kurz vor zwei entscheidenden Wahlen präsentierten am Dienstag Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler die Eckdaten für den Standort Vorarlberg. Wohl auch deshalb, weil das seit Jahren andauernde Konjunkturhoch deutlich abflaut und deshalb für Verunsicherung sorgt.

Stabiler Export

„Sechs von zehn Euro unseres Bruttoinlandsprodukts werden im Außenhandel generiert. Und jeder zweite Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Export ab“, betont Metzler, wie wichtig die Ausfuhren für den Standort und den Lebensraum Vorarlberg sind. 10,5 Milliarden Euro betrugen die Ausfuhren 2018 (die VN berichteten), ein absoluter Rekord, wenn man weiß, dass 1994 Waren für 2,5 Milliarden Euro exportiert wurden. Für 2019 rechnen Rüdisser und Metzler immerhin mit einem Exportniveau auf gleicher Höhe wie 2018. Und das trotz mehrerer globaler Brandherde.

41.000 neue Arbeitsplätze

Auch 41.000 neue Arbeitsplätze wurden seit 1995 im Land geschaffen. Dass Vorarlberg vom EU-Beitritt besonders profitiert hat, hat eine Studie der Bertelsmann Stiftung und der University of Sussex festgestellt. Und natürlich sind auch die wichtigsten Handelspartner in der EU zu finden. Nach Deutschland wurden 2018 fast ein Drittel aller Exportwaren geliefert (3,106 Mrd. Euro), in die Schweiz Waren für 1,249 Mrd. Euro oder zwölf Prozent. Richtig Sorgen machen die Briten, die immerhin Waren für 292 Millionen Euro erhielten. Schon 2018 ergab das ein Minus von 3,1 Prozent. Das könnte weit schlimmer werden, wenn Johnson den Hard Brexit durchzieht. Deshalb hat die Wirtschaftskammer ein Infoportal und eine Brexit-Hotline eingerichtet. Einen Fokus werde man auch weiterhin auf die duale Ausbildung und den Ausbau der FH legen. Denn „qualifizierte Arbeitskräfte sind die Basis für den Erfolg“, so Rüdisser.

„Eine leistungsfähige Wirtschaft ist die Basis für unsere Lebensqualität und den Wohlstand.“

LSth. Karlheinz Rüdisser, Wirtschaftslandesrat