Vorzugszeugnis für Vorarlbergs Finanzpolitik

Markt / 21.09.2019 • 05:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vorzugszeugnis für Vorarlbergs Finanzpolitik
Investitionen in Qualifizierung, z. B. in die Erweiterung der FH Vorarlberg, sollen dank solider Finanzpolitik den Standort Vorarlberg stärker machen. VN

Bestnoten für Vorarlberg von der Ratingagentur Standard & Poor‘s: AA+/A-1+

Bregenz Wer kennt das nicht: Egal wie vorbildlich man gelernt bzw. gearbeitet hat, vor der Zeugnisverteilung liegen die Nerven blank. Das ist bei Ratings nicht anders. Am Freitag vergaben die Experten der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) ihre Noten. Und die verantwortlichen Politiker können nicht nur aufatmen, sie sehen ihre Mühen bestätigt. Die weltweit wichtigste Rating Agentur stellt dem finanzpolitischen Kurs des Landes Vorarlberg in ihrem Bericht einmal mehr ein hervorragendes Zeugnis aus, wie die Zahlen zeigen, die den VN vorliegen. „Für das bestmögliche Rating „AA+/A-1+“ zeichnet laut S&P hauptsächlich das exzellente Finanzmanagement, die sehr gute Liquidität und der niedrige Schuldenstand verantwortlich“, erklärt Landeshauptmann Finanzreferent Markus Wallner auf Anfrage.

Vorausschauende Finanzpolitik

Standard & Poor’s bescheinigen dem Land ein kluges Finanzmanagement und erwarten auch weiterhin eine vorausschauende Finanzpolitik, die künftige schwierige Entwicklungen, die auf das Land zukommen könnten, auf umsichtige Art und Weise lösen werde. Die Ratingexperten loben explizit die stabilen Strukturen des heimischen Finanzhaushalts sowie, dass die Budgeterwartungen regelmäßig übertroffen werden.

Keine Spekulationen

Als entscheidenden Schlüsselfaktor für das sehr gute Rating bezeichnet S&P die Tatsache, dass das Land keine Finanzspekulationen tätigt und generell mit keinem Risiko an den Finanzmärkten aktiv ist. Die sehr stabile und diversifizierte Wirtschaftsstruktur, mit der produzierenden Industrie als starkem Wachstumsmotor, runden Vorarlbergs Bewertung als Vorzeigeregion ab. Klar, dass der Landeshauptmann die strenge Budgetpolitik des Landes bestätigt sieht.

„Das Rating ist eine klare Bestätigung unserer Finanzpolitik und Haushaltsführung.“

Landeshauptmann Markus Wallner

Kritisch betrachtet Standard & Poor’s allerdings die Tatsache, dass der Bund immer wieder relativ kurzfristig Aufgaben an die Bundesländer übertrage. Zwar gelinge es durch Bund-Länder-Verhandlungen im Nachhinein diese Aufgabenübertragungen finanziell zu kompensieren, aber die Ausgabenentwicklung sei für die Bundesländer durch diese Vorgehensweise schwerer einzuschätzen, stellen die Finanzexperten fest. Unvorhergesehene Ausgabenentwicklungen, beispielsweise in der Pflege oder im Gesundheitsbereich, hat Vorarlberg in der Vergangenheit aber äußerst gut gemeistert, daher habe dies keinen Einfluss auf das Rating, so die Finanzexperten von S&P.

Solide finanzielle Basis

Die guten Noten kommen in der heißen Phase des Wahlkampfs für die Regierung gerade recht: „Für das Land Vorarlberg hat sinnvolles und verantwortungsbewusstes Wirtschaften oberste Priorität, speziell mit Blick auf die nachfolgenden Generationen. Eine solide finanzielle Basis ermöglicht Investitionen in der Zukunft“, kommentiert Wallner abschließend.

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