461 Chancen für eine gute Ausbildung

Markt / 13.11.2019 • 19:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Ausbildungsmesse i stellte viele Berufe ins Rampenlicht. VN/Hartinger
Die Ausbildungsmesse i stellte viele Berufe ins Rampenlicht. VN/Hartinger

Viele Optionen, aber Konzentration auf wenige Lehrberufe.

Bregenz Auf der Ausbildungsmesse i, die das vergangene Wochenende über die Bühne ging, informierten sich über 10.000 Jugendliche und ihre Eltern über 80 Lehrberufe und die damit verbundenen Chancen für die künftige berufliche Ausrichtung. Die meisten der jungen Menschen, die bei der Messe waren, werden sich im Laufe des nächsten Jahres entscheiden, was sie beruflich tun werden. Für 461 Jugendliche wäre das sofort möglich, denn derzeit gibt es laut Arbeitsmarktservice (AMS) genau so viele offene Lehrstellen im Land. Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind momentan 265 Personen, die beim AMS gemeldet.

Überregionale Vermittlung

„Auch für jene, die bisher noch keine Lehrstelle gefunden haben, gibt es derzeit noch gute Chancen, einen Ausbildungsbetrieb zu finden“, sagt deshalb AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter und rät, nicht nur im Wohnbezirk nach einer Lehrstelle zu suchen. „Aufgrund der unterschiedlichen Relationen zwischen Lehrstellensuchenden und offenen Lehrstellen in den Bezirken forcieren wir die überregionale Vermittlung“, erklärt Bereuter, „aber hier ist Flexibilität und der Blick über den Tellerrand gefragt.“

Obwohl es in Österreich rund 200 Lehrberufe gibt, entscheidet sich rund ein Drittel der Jugendlichen für eine Ausbildung in einem von nur drei Lehrberufen. Diese sind in Vorarlberg Metalltechniker, Elektrotechniker und Einzelhandelskaufmann. Ein etwas anderes Bild zeigt sich bei den Lehrstellensuchenden, die beim AMS Vorarlberg vorgemerkt sind. Hier rangiert der Beruf des Bürokaufmanns, der Bürokauffrau mit 31 Lehrstellensuchenden an erster Stelle, gefolgt vom Kraftfahrzeugtechniker (24) und dem Einzelhandelskaufmann, der Einzelhandelskauffrau (19). „Bei der Berufswahl ist der Fokus der Jugendlichen auf nur wenige Berufe ausgerichtet. In unseren BerufsInfoZentren bieten wir umfassende Beratung und Information, um den Menschen die Vielfalt der Berufswelt näherzubringen“, wirbt Bereuter für mehr Vielfalt in der Ausbildung. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dabei auf Mädchen und jungen Frauen, die in verschiedenen Formaten über atypische Frauenberufe informiert werden.

Run auf Bürolehre

Der größte Andrang im Oktober zeigte sich im Land im Beruf Bürokaufmann bzw. -frau. Hier kamen auf eine freie Lehrstelle vorarlbergweit rund acht Lehrstellensuchende. Bei den Berufen Metalltechniker, Friseur und Informationstechnologe waren es fünf. Die größte Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage gab es beim Beruf Restaurantfachmann. Hier kamen auf 50 offene Lehrstellen lediglich zwei Lehrstellensuchende.