Fohrenburg Brauerei mehrheitlich an Brau Union verkauft

Markt / 20.11.2019 • 10:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wolfgang Sila wird auch in Zukunft die Geschäfte der Bludenzer Brauerei Fohrenburg führen. Er erwartet sich Synergien und Know-how vom neuen Hauptaktionär Brau AG. VN/HB

Die Brau Union übernimmt die Mehrheit der Anteile vom Fruchtsafthersteller Rauch.

Bludenz, Linz Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Immer wieder wurde in der Brauerei-Branche über einen Verkauf der Fohrenburger-Brauerei bzw. von Anteilen an eine internationale Brauerei spekuliert. Nun sind die Spekulationen vorbei, die Brau Union, Österreichs größte Brauerei, die zum Heineken-Konzern gehört, übernimmt die Mehrheit der Anteile vom Fruchtsafthersteller Rauch.

Das bestätigten Wolfgang Sila, geschäftsführender Miteigentümer der Brauerei Fohrenburg, und Magne Setnes, Vorstandsvorsitzender der Brau Union AG und der Brau Union Österreich AG, im wpa-Interview am Mittwochvormittag in Bludenz. Dem Interview vorangegangen war eine Betriebsversammlung zur Information der Belegschaft in der Früh. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht

Noch steht die Zustimmung der Kartellbehörde (BWB) aus, wenn diese grünes Licht gibt wird die Brau Union ihren Elf Prozent-Anteil an der Fohrenburg Beteiligungs-AG auf 74 Prozent erhöhen. Die restlichen 26 Prozent bleiben bei Fruchtsafthersteller Rauch, bei Geschäftsführer Wolfgang Sila, der auch weiterhin die Geschäfte führen wird, und im Streubesitz. Braumeister Andreas Rosa hat das Unternehmen vor wenigen Wochen verlassen, für ihn wird ein Nachfolger gesucht. Rauch hat das Unternehmen Ende der 90er Jahre gekauft.

Für die Brau AG, die in Vorarlbergs Biermarkt bislang nur eine marginale Rolle spielte, ist die Übernahme der Eintritt in diesen Markt. Die Kooperation eröffne für Brau AG und Fohrenburger neue Möglichkeiten, auch in der Logistik können Synergien realisiert werden. Sowohl der Standort als auch die Marke Fohrenburg bleiben erhalten. Der Personalstand wird nicht dezimiert, sondern, so die erhofften Chancen am Markt realisiert werden, sogar steigen. Über Betriebsabläufe und eventuelle Veränderungen soll 2020 entschieden werden.

Derzeit beschäftigt das Bludenzer Traditionsunternehmen 135 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von 29 Millionen Euro. Am Vorarlberger Markt ist die Brauerei nach der Mohrenbrauerei die Nummer zwei.