So lief das erste Weichnachts-Einkaufswochenende

Markt / 02.12.2019 • 09:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Am Samstag war nach dem Black Friday der reguläre Start ins Adventgeschäft, das heuer etwa Erträge wie im vergangenen Jahr bringen sollte. VN/SAMS

1. Advent und Black Friday: Weihnachtseinkaufswochenende wurde zur Orientierung genutzt.

Schwarzach Der Endspurt im Weihnachtsgeschäft startete heuer bereits am Freitag, zahlreiche Vorarlberger Geschäfte lockten am Black Friday quasi mit einem Ausverkauf und boten auf ausgewählte Waren Rabatte bis 50 Prozent. Der amerikanische Shoppingbrauch hat längst das Internet verlassen, der stationäre Handel kann und muss an diesem Tag und oft das ganze Wochenende Amazon und Co. Paroli bieten.

„Die Stimmung ist sehr positiv, da die Besucher noch entspannt sind.“

Heidi Mark, inside Dornbirn

Am Samstag erfolgte dann der reguläre Start ins Adventgeschäft, das heuer etwa Erträge wie im vergangenen Jahr bringen sollte, glaubt man den Konsumforschern. Während in Österreich ein leichter Rückgang prognostiziert wird, wollen die Vorarlberger in etwa gleich viel ausgeben wie im vergangenen Jahr, nämlich rund 360 Euro pro Kopf. Ob sie online kaufen oder beim Händler in der Region, wollen die Vorarlberger nicht verraten. Sicher ist laut einer Untersuchung der Universität Linz, dass rund 18 Prozent der Geschenke online gekauft werden. In Vorarlberg wird das Onlinevolumen mit rund 15 Millionen Euro beziffert.

Begleitender Weihnachtsmarkt

Für den städtischen Handel ein Muss ist der begleitende Weihnachtsmarkt, denn er vermag es, die Konsumenten hinter dem Bildschirm hervorzulocken, so Heidi Mark, Geschäftsführerin von inside Dornbirn. Das erste Wochenende war denn auch in den großen Einkaufszentren wie Messepark und in den Städten geprägt von durchaus hohem Andrang, aber noch spürbarer Zurückhaltung beim Einkauf. Viele Menschen informieren sich und kaufen dann in der Zeit bis Weihnachten, so ein Modehändler aus Feldkirch, der sich vor allem über großen Andrang aus der Schweiz und Liechtenstein gefreut hat. Das Probieren und Informieren hat für ihn, der aus diesem Grund auch seinen Namen nicht nennen mag, einen bitteren Beigeschmack. „Was wir bemerken, ist eine Zunahme des Beratungsklaus“, sagt er, weiß aber auch nicht, wie er diesem einen Riegel vorschieben könnte. Beratungsklau macht sich quer durch alle Branchen breit. „Im Intenet kann man ein Parfüm nicht riechen“, sagt dazu etwa Andre Le Duigou von der gleichnamigen Beautykette. Abgesehen davon waren die Kaufleute aber mit dem ersten Wochenende den Erwartungen entsprechend zufrieden.

„Zahlreiche Aktionen unserer Shops sorgten für hohe Frequenz.“

Walter Simma, Geschäftsführer Zimbapark Bürs

Walter Simma, Geschäftsführer Zimbapark in Bürs, berichtet: „Am Black Friday sorgten zahlreiche Aktionen unserer Shops für hohe Kundenfrequenz und einen guten Start ins erste Adventwochenende. Die Nachfrage nach Advent-Deko-Artikeln, Spielwaren und Elektronikartikeln ist derzeit besonders groß. Wie auch in den vergangenen Jahren sind unsere Zimbapark „Zehner Gutscheine“ ein weiteres Highlight. Das trübe Wetter sorgte für eine längere Verweildauer im Center und auch für sehr gute Umsätze in unseren Gastronomiebetrieben.“

Guter Start in Dornbirn

In Dornbirn ist das erste Adventwochenende sehr vielversprechend gestartet. „Die Stimmung ist besonders positiv, da die Besucher noch sehr entspannt sind. Eine Besonderheit war, dass nicht nur am Christkindlemarkt, sondern ganz besonders in den Geschäften am Nachmittag eine sehr hohe Kundenfrequenz festzustellen war“, berichtet Heidi Mark. Am Freitag war etwa bei Ambros ganz besonders viel los, denn er hat seine Kunden zum Riani Fashion Start eingeladen. Der Black Friday war kein Thema. Auch Bernd Bösch berichtet von einem sehr guten Wochenende, besonders gefragt waren Weihnachtsaccessoires und Küchenmaschinen. Eine sehr gute Kundenfrequenz meldet auch Eva Molnar-Thielmann.

„Die Kauflust ist da“

Österreichweit zog vor dem ersten Adventsonntag und einen Tag nach dem Konsumfest Black Friday der Handel eine positive Bilanz. „Es hat gut begonnen“, so Roman Seeliger von der Bundessparte Handel der WKÖ. „Die Kauflust ist da, aber zum Frohlocken ist es noch zu früh“, so Seeliger. Laut ihm bemerken die Händler einen Trend hin zu hochwertigerer Ware, bei Geschenken für Kinder werde ein verstärktes Interesse nach Konstruktionsspielzeug festgestellt.