Ein edles Zuhause

Markt / 23.12.2019 • 22:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

25 Millionen Euro teures Chalech-Projekt pünktlich zu Weihnachten fertiggestellt.

Lech Altes Holz, Stein und edle Stoffe dominieren die Chalets unweit des Dorfzentrums in Lech. Das Projekt mit dem Namen „Chalech“, das nun pünktlich zu Weihnachten fertiggestellt wurde, besteht aus vier Chalets sowie einem Haupthaus samt einer zweigeschoßigen Wohnung, der Lobby, den Mitarbeiterzimmern und einer Tiefgarage.

„So etwas gibt es in Lech bislang nicht“, sagt Said Ramic, der mit seinem Unternehmen Inova AG von den Eigentümern als Generalunternehmer für den Bau beauftragt wurde. Gerade Großfamilien würden solche Orte suchen. „Viele sind beruflich das ganze Jahr über in verschiedenen Hotels. Sie suchen also zwar den Service eines Hotels, aber nicht die Atmosphäre eines Hotels. Es soll vielmehr das Gefühl eines Zuhauses vermitteln. In den Chalets kann man zusammen Zeit verbringen, aber jeder hat dennoch seinen eigenen Bereich.“

Die Chalets gehören insgesamt fünf Besitzern. Sie können diese auch selbst nutzen (gesetzlich sechs Wochen Eigennutzung im Jahr), allerdings wurde in den Verträgen explizit die Vermietung verankert. Das sei von den Eigentümern gewünscht. Es gebe somit eine Vermietungspflicht, sagt Ramic. Damit sei Chalech kein klassisches Zweitwohnsitzprojekt, sondern für die gewerbliche Nutzung bestimmt. 25 Millionen Euro wurden samt Grundstück investiert. Dass Chaletprojekte in Lech oft mit Argwohn betrachtet werden, sieht Said Ramic zwiespältig. „Es werden alle in einen Topf geworfen. Es gibt anderenorts missbräuchliche Verwendung, aber bei uns ist alles korrekt.“

In einem Chalet finden zwischen acht und zwölf Personen großzügig Platz. Auf rund 260 Quadratmetern sind die Schlafzimmer mit jeweils eigenem Bad, die Wohn- und Essbereiche samt Küche sowie der eigene Saunabereich untergebracht. Der Pool mit Ausblick auf den Omesberg steht indes allen Gästen zur Verfügung. Der Kostenpunkt eines Chalets für eine Woche liegt je nach Saison zwischen 20.000 und 40.000 Euro. Die kulinarische Verpflegung übernehmen auf Wunsch die hauseigenen Köche.

Die Vermarktung erfolgt durch die britische Agentur Bramble, die bereits zwei weitere Chalets in Lech betreut und mit insgesamt 800 Reiseagenturen weltweit zusammenarbeitet. Die Buchungslage sei gut. Vor allem sei zu beobachten, dass hauptsächlich neue Gäste angesprochen werden. Gäste, die bislang noch nie Urlaub in Lech gemacht hätten. Die Chalets sollen nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr über vermietet werden. Deshalb wurde auch ein Ehepaar angestellt, das vor Ort die Verwaltung übernimmt.  

Eineinhalb Jahre Bauzeit

Said Ramic hat das gesamte Projekt von A bis Z betreut. „Von der Planung bis zum Besteck und der Blumenvase“, konkretisiert er. Im Mai 2018 wurde mit dem Bau gestartet. Nun beziehen die ersten Gäste dieser Tage ihr Quartier. Bauleiter Klaus Resch ist jedenfalls zufrieden mit dem Verlauf. Auch wenn es nicht leicht sei, Handwerker für ein solches Projekt zu bekommen. Durch gute und langjährige Beziehungen sei das aber letztlich gut geglückt. VN-reh

Der Pool steht allen Gästen zur Verfügung.
Der Pool steht allen Gästen zur Verfügung.
Schlafzimmer mit Ausblick.
Schlafzimmer mit Ausblick.
Der großzügige Wohn- und Essbereich eines Chalets.
Der großzügige Wohn- und Essbereich eines Chalets.
Said Ramic und Karl Resch freuen sich über die erfolgreiche Fertigstellung. VN/Paulitsch
Said Ramic und Karl Resch freuen sich über die erfolgreiche Fertigstellung. VN/Paulitsch