Zum 100er die 100 Millionen

Markt / 22.01.2020 • 22:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So soll der Neubau aussehen. Dorner/matt
So soll der Neubau aussehen. Dorner/matt

VLV geht mit guten Zahlen ins Jubiläumsjahr. Auch der Baustart steht bevor.

Bregenz Für die Vorarlberger Landesversicherung (VLV) stehen heuer wichtige Termine an. Nicht nur dass sie ihr hundertjähriges Bestehen begeht, auch in das Neubauprojekt in der Bregenzer Bahnhofstraße kommt Bewegung.

Die VLV wurde vor 100 Jahren vom Vorarlberger Landtag gegründet. Grund war das starke Selbstständigkeitsbestreben der Bevölkerung sowie der Politik. Das ambitionierte Ziel, zum hundertsten Geburtstag erstmals ein Prämienvolumen von 100 Millionen Euro zu durchbrechen, wurde vor zehn Jahren formuliert. Und es war quasi eine Punktlandung. Denn im Dezember 2019 wurde die Marke durchbrochen.

Über Markt gewachsen

Die Geschäfte laufen gut für die VLV, betonen Robert Sturn und Klaus Himmelreich. Auch wenn die endgültigen Zahlen für 2019 noch nicht vorliegen. Jedenfalls sei man über dem Markt gewachsen. Auch in der Lebensversicherung verzeichnet man positive Zuwachsraten, „als eine der wenigen Versicherungen in Österreich“, wie Sturn betont. Zudem sei die Schadensentwicklung zufriedenstellend, sagt Himmelreich. Das heißt, es gab keine großen Brände oder außergewöhnliche Naturereignisse zu verzeichnen.

Im Jubiläumsjahr sind nun zahlreiche Aktivitäten geplant. So wird ein Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem Einzelpersonen, Gruppen oder Vereine ihre Projekte zum Thema Nachhaltigkeit einreichen können. Zudem wird es ein Buch geben und im Vorarlberg Museum wird über eineinhalb Jahre eine Ausstellung gezeigt, in der das Thema Sicherheit greifbar gemacht werden soll.

Beim Projekt Neubau wurde mittlerweile die Baueingabe gemacht. Nun wartet man auf einen Termin für die Bauverhandlungen. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt Robert Sturn. Wenn alles nach Plan läuft, werden die 120 Mitarbeiter der Zentrale (landesweit 200 Mitarbeiter) Ende März derweil in das nahegelegene Marienkloster ziehen. Das ehemalige Frauenkloster, das je zur Hälfte der VLV sowie der Prisma gehört, wurde in den vergangenen Monaten dafür adaptiert.

Zwei Jahre Bauzeit

Die Gesamtbauzeit beziffern die Vorstandsdirektoren mit zwei Jahren. Nicht nur, weil die Fassade des Nachbarhauses unter Denkmalschutz steht, sondern weil auch die Bodenbeschaffenheit bekanntlich nicht die beste ist. Für das vom Bregenzer Architekturbüro Dorner/Matt entworfene Gebäude sollen mindestens zehn Millionen Euro investiert werden. VN-reh

Robert Sturn, Klaus Himmelreich. VOL
Robert Sturn, Klaus Himmelreich. VOL
Dem bestehenden VLV-Gebäude in der Bregenzer Bahnhofstraße steht der Abriss bevor.VN/HArtinger
Dem bestehenden VLV-Gebäude in der Bregenzer Bahnhofstraße steht der Abriss bevor.VN/HArtinger