Konsumlaune in Vorarlberg bleibt robust

Markt / 26.01.2020 • 19:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
14 Prozent der Vorarlberger haben sich vorgenommen, behutsamer mit ihrem Geld umzugehen. <span class="copyright">APA</span>
14 Prozent der Vorarlberger haben sich vorgenommen, behutsamer mit ihrem Geld umzugehen. APA

Wirtschaftsbarometer: 51 Prozent der Vorarlberger rechnen mit Abschwung.

Schwarzach 14 Prozent der Vorarlberger haben sich für das neue Jahr vorgenommen, mit ihrem Geld vorsichtiger umzugehen. Dass der Vorsatz nur bei 14 Prozent zutrifft, mag verwundern, wollen doch 34 Prozent der Österreicher mehr sparen, in Niederösterreich sogar 44 Prozent. Erklärbar ist er natürlich für die Vorarlberger selbst: Die meisten Landsleute sind nämlich der Meinung, dass sie bereits in der Vergangenheit das richtige Maß zwischen Ausgaben und Einsparungen gefunden haben. 82 Prozent antworten auf die Frage nach dem Umgang mit dem eigenen Geld nämlich mit „Teils, teils“. Auch das ein Ausreißer im Vergleich mit den anderen Bundesländern, wie das Wirtschaftsbarometer zeigt.

Die Tendenz, das eigene Geld zu bunkern, war seit dem Jahr 1992 noch nie so gering.

Peter Bruckmüller
GF Spectra Marktforschung

Zwischen Regen und Wolken

Die Prognosen der Wirtschaftsforscher, die allesamt zumindest für den Jahresbeginn 2020, mit einer Eintrübung der Konjunktur rechnen, haben in der Umfrage des Linzer Marktforschungsinstitut Spectra in Zusammenarbeit mit den VN und den anderen Bundesländerzeitungen vierteljährlich durchgeführt wurde, Niederschlag gefunden. Das Wirtschaftsbarometer pendelt zwischen Regen und Wolken, weit weg vom Sonnenschein. Über die Hälfte der Vorarlberger stellen sich nach Jahren des Wachstums auf einen Null- oder sogar Minus-Wachstum ein. 40 Prozent gaben bei der Befragung, die österreichweit druchgeführt wird, an, dass sie den nächsten Monaten eher mit Sorgen entgegenblicken. Auch den Arbeitsmarkt beobachten die Vorarlberger Teilnehmer der Studie mit Vorsicht. 65 Prozent glauben, dass die Arbeitslosigkeit im Land zunehmen wird. Österreichweit sind nur 33 Prozent der Befragten in Sorge um die Arbeitsplätze.
Die Zahlen der vergangenen Monate zeigen auch, dass gerade die Bundesländer, die schon bisher auf höchstem Niveau am internationalen Markt mitspielen, jetzt jene sind, in welchen sich internationale Entwicklungen zuerst zeigen – nämlich in Oberösterreich und in Vorarlberg, die bereits ein Plus an Arbeitslosen verzeichnen mussten.