Wie die Vorarlberger die Wirtschaftslage sehen

Markt / 23.04.2021 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Laut Wirtschaftsbarometer rechnen 62 Prozent der Vorarlberger damit, dass weitere Menschen in die Arbeitslosigkeit rutschen. <span class="copyright">  VN</span>
Laut Wirtschaftsbarometer rechnen 62 Prozent der Vorarlberger damit, dass weitere Menschen in die Arbeitslosigkeit rutschen. VN

VN-Wirtschaftsbarometer: Noch überwiegt der Pessimismus.

Schwarzach, Linz „Das vierte Quartal in der Pandemie bringt wenig Neues. Positiv ist zu vermerken, dass die Konsumenten mit ihrem Geld bereitstehen. Sobald sich weitere Gelegenheiten auftun, wird mehr Geld in den privaten Konsum fließen“, fasst Peter Bruckmüller die Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers für Österreich, das sein Marktforschungsunternehmen Spectra für die VN und die anderen Bundesländerzeitungen seit fast 30 Jahren regelmäßig erstellt, zusammen. Doch es gibt auch die andere Seite. „Negativ schlägt zu Buche, dass die Wirtschaftsentwicklung wenig Licht am Ende des Tunnels verheißt.” Nicht zuletzt dieser Umstand sei wohl dafür verantwortlich, dass der Blick in die Zukunft ein sorgenvoller ist. 52 Prozent der Österreicher, allerdings nur 41 Prozent der Vorarlberger, sehen mit Sorge auf die nächsten zwölf Monate. Die Zuversicht dagegen hat immer noch einen schweren Stand (39 Prozent in Österreich, aber nur 32 Prozent der Vorarlberger).

Tiefrot und negativ

Nach wie vor eklatant sind die Auswirkungen der anhaltenden Pandemie auf die Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung. Auch wenn sich der Pessimismus geringfügig reduziert hat und der Optimismus ein wenig Patz greifen konnte (der Anteil der Pessimisten ist von 63 Prozent auf 59 Prozent gesunken, jener der Optimisten von acht auf 14 Prozent gestiegen), ist das Gesamtbild tiefrot und negativ geprägt. „Noch nie seit Beginn der Messreihe im Jahr 1992 war der Pessimismus so groß, und das über eine so lange Zeit.“

„Noch nie seit 1992 war der Pessimismus so groß, und das über eine so lange Zeit.“

Peter Bruckmüller, Geschäftsführer Spectra Marktforschung

Einen Lichtblick bietet das Konsumklima. Das zeigt auch im ersten Quartal 2021 wenige Veränderungen gegenüber den Vorquartalen. Insbesondere gleichen die Zahlen des aktuellen Quartals fast exakt jenen des ersten „Corona-Quartals” 2020. Die Bereitschaft der Menschen, Geld auszugeben, ist also nach wie vor gegeben. Der vergleichsweise moderate Einbruch in der privaten Konsumbereitschaft gleich zu Beginn der Coronakrise vor mehr als einem Jahr hat sich nicht weiter verschärft. „Die Konsumenten warten nach wie vor auf die nächsten Gelegenheiten, Geld auszugeben.“ Die am Freitag angekündigten Öffnungen wären so eine Gelegenheit.

Keine Entspannung

Die Vorarlberger trauen auch der seit Jänner anhaltenden Arbeitsmarkt-Entspannung nicht wirklich. 62 Prozent sind der Meinung, die Arbeitslosigkeit werde zunehmen, nur zehn Prozent glauben, dass sie abnimmt, und 16 Prozent vermuten, dass sie gleich bleibt.

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