Die Welt der Schnäppchen

Markt / 25.04.2021 • 19:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ein Teil des Webgears-Teams bei einem Ausflug im Sommer 2019 auf den Dornbirner Karren. Das Unternehmen hat Standorte in Götzis und Berlin. webgears
Ein Teil des Webgears-Teams bei einem Ausflug im Sommer 2019 auf den Dornbirner Karren. Das Unternehmen hat Standorte in Götzis und Berlin. webgears

Webgears hilft seit elf Jahren Online-Käufern mit Gutscheinportalen beim Sparen.

Götzis Über 330.000 Personen stehen täglich in Kontakt mit Webgears. Meist ohne das zu wissen. Denn das Digitalunternehmen hilft ihnen über seine Portale wie gutscheinsammler.de oder voucherbox.co.uk beim Online-Einkauf Geld zu sparen.

Als Webgears im Jahr 2010 von drei jungen Männern gegründet wurde, steckte der Begriff Start-up noch in den Kinderschuhen. „Heute ist zumindest Suchmaschinenoptimierung kein Fremdwort mehr“, sagt Alexander Bitsche, geschäftsführender Gesellschafter und jener Gründer, der heute noch operativ im Unternehmen tätig ist. Aber weil technische Entwickler in Vorarlberg weiterhin schwer zu finden sind, gibt es neben Götzis einen zweiten Standort in Berlin. 50 Mitarbeiter arbeiten insgesamt für das Digitalunternehmen.

Kernziel Sparen

Heute, elf Jahre später, ist der Kern des Unternehmens, Menschen dabei zu helfen, Geld zu sparen, noch derselbe und die drei Hauptmärkte Deutschland, USA und Vereinigtes Königreich (UK) haben für Bitsche weiter großes Potenzial. „Wir wollen nicht den reinen Weg der Internationalisierung gehen. In diesen Märkten ist das Bewusstsein für Gutscheine besonders hoch, der E-Commerce-Bereich sehr stark und es gibt viele spannende Händler.“ Nicht umsonst sei der „Black Friday“ in den USA der für den Handel umsatzstärkste Tag im Jahr. China ist für Webgears indes keine Option. „Da gibt es nur drei, vier Händler, die den gesamten Markt abdecken. Hier funktioniert unser Modell nicht.“

Neben den eigenen Gutscheinportalen arbeitet Webgears auch mit großen Medienunternehmen wie BILD zusammen. Gerade wurde ein gemeinsames Portal mit The Sun, einer der größten britischen Zeitungen, gestartet. Dort finden Nutzer Gutscheine und Rabattcodes für verschiedene Onlineshops. „Wir haben gemerkt, dass wir hier mit unserer Dienstleistung und unserem Wissen offene Türen einrennen. Die Verlage wollen ihren Lesern einen Mehrwert bieten. Hier kommen wir mit Ersparnissen und Einkaufserlebnissen ins Spiel“, betont Bitsche.

Gutscheine scheinen nie an Beliebtheit verloren zu haben. „Es gibt da zwei positive Effekte“, sagt Bitsche. Zum einen würden die Menschen immer mehr online einkaufen, zum anderen steige das Bewusstsein fürs Sparen. Diese Trends habe die Coronapandemie noch einmal beschleunigt. Corona war für Webgears somit „auf lange Sicht“ gut. Allerdings tat man sich beim Verkauf von Werbeplätzen schwerer. Am Ende verzeichnete man 2020 ein „gutes zweistelliges“ Umsatzwachstum.

Webgears erhält eine Vermittlerprovision auf Erfolgsbasis, also wenn der Kunde kauft und die Ware behält. Die eigenen Portale haben einen doppelten Zweck. „Hier können wir schnell Dinge testen und wir können zeigen, was funktioniert“, so der Geschäftsführer.

Mit Qualität gegen Konkurrenz

Konkurrenzlos ist dieser Bereich nicht. „Es gibt viele Marktbegleiter, die einen guten Job machen“, sagt Bitsche. Das Alleinstellungsmerkmal von Webgears sei dabei die Qualität. So werden die Gutscheine alle getestet. „Dafür investieren wir viel Zeit und Ressourcen.“ VN-reh