Produktion als Rettungsanker

Markt / 20.07.2021 • 19:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Produktion als Rettungsanker

Vorarlbergs produzierende Betriebe haben das Land durch die Coronakrise getragen.

Bregenz Das Land hatte während der Pandemie ergänzend zum sogenannten Impulsprogramm und zu den finanziellen Unterstützungen für Unternehmen eine Studie unter dem Übertitel „Resiliente Wertschöpfung im Licht von Covid-19“ erarbeiten lassen.

Beim Pressefoyer nach der Regierungssitzung stellte LH Markus Wallner gemeinsam mit Wirtschaftslandesrat Marco Tittler (VP) und Jimmy Heinzl als Geschäftsführer der Wirtschafts-Standort Vorarlberg (Wisto) das Ergebnis vor. Für Wallner steht nach dem Studium der Fakten fest: „Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen sollen die Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit der Vorarlberger Wirtschaft weiter stärken, um künftigen ökonomischen Schocks aus einer Position der Stärke wirkungsvoll begegnen zu können.“

Internationale Wertschöpfung

Weitere Erkenntnis aus der Analyse: Die Einbindung des Produktionssektors in internationale Wertschöpfungsnetzwerke trägt ganz wesentlich zur regionalen Konjunktur und auch zum Erfolg der Vorarlberger Wirtschaft bei. Darüber hinaus habe sich wegen der unterschiedlichen Betroffenheit der verschiedenen Wirtschaftssektoren die Branchenvielfalt Vorarlbergs in der Coronakrise als äußerst wichtig erwiesen, betonte Wallner: „Die Produktionswirtschaft im Land hat uns durch die Krise getragen.“ Tittler stieß aufgrund der vorliegenden Untersuchung in ein ähnliches Horn: „Mit knapp 40 Prozent der regionalen Wertschöpfung und rund 65.000 Beschäftigten liegt der Anteil der produzierenden Wirtschaft mehr als zehn Prozentpunkte über dem Bundesländerdurchschnitt. Das spielt eine bedeutende Rolle bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze und Wohlstand. 28 Prozent entfallen dabei rein auf die Herstellung von Waren.“ Auch Wisto-Chef Heinzl misst der hohen Leistungskraft der Sachgüterproduktion große Bedeutung bei.

Fachkräftemangel bleibt Problem

Die Sicherstellung der Resilienz sei ureigenste Aufgabe der Unternehmen im Land. Um die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen hingegen müsse sich die Politik kümmern, wie beispielsweise durch vereinfachte digitalisierte Behördenwege, entsprechende Infrastruktur und Unterstützung für Innovation und Forschung. LH Wallner bezeichnete die Verfügbarkeit von Fachkräften als Engpass der Zukunft, gegen diesen Mangel werde man auch weiterhin ankämpfen. VN-TW

„Fast ein Drittel der Beschäftigten ist im produzierenden Bereich beschäftigt.“

„Die Vorarlberger Produktionswirtschaft hat uns durch die Krise getragen.“

Produktion als Rettungsanker

Vollständige Studie mit detallierten Informationen und Fakten befindet sich unter www.wisto.at/studien/wertschoepfungsketten zum Download