Wo in Vorarlberg Hunderttausende Knödel gekocht werden

Markt / 21.08.2021 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wo in Vorarlberg Hunderttausende Knödel gekocht werden
Georg Graninger bringt derzeit das Werk in Frastanz auf den neuesten Stand und hat große Pläne am neuen Standort.VN/sca

Graninger Tiefkühl GmbH baut Produktion an neuem Standort aus.

Frastanz, Krumbach Georg Graninger ist derzeit viel unterwegs. Der Gründer und Geschäftsführer von Graninger Tiefkühl GmbH pendelt zwischen zwei Betriebsstätten – jener in Krumbach, in der noch 25 Mitarbeiter mit der Herstellung von Tiefkühllebensmitteln beschäftigt sind, und dem neuen Standort des Unternehmens in Frastanz, der auf neuesten Stand gebracht wird. Der Standort ist in der Lebensmittelbranche bekannt, zuvor wurden dort vom Liechtensteiner Unternehmen Ospelt Fleischspezialitäten und zeitweise auch Tierfutter hergestellt, anschließend übernahm die Gastina, ein Unternehmen der Migros, das Werk, um Convenience Food zu erzeugen. Als sich die Schweizer im letzten Jahr zurückzogen, witterte Graninger seine Chance: „Ich suche seit zehn Jahren nach einem geeigneten Standort und das ist das Werk hier.“ Außerdem kennt der gelernte Metzgermeister das Gebäude, war er doch bei Ospelt Chef der Salamiabteilung.

Mitarbeiter gesucht

Das Werk in Frastanz lässt Platz für Expansion – bei den früheren Betreibern hatten zeitweise bis zu 200 Menschen in der Produktion gearbeitet. Graninger wäre froh, wenn er sofort 15 bis 20 Mitarbeiter fände, erzählt er im Gespräch mit den VN. „Das ist meine größte Herausforderung“, berichtet er. Im Moment wird das Werk auf den neuesten Stand gebracht, die gesamte Haustechnik ausgetauscht und ein komplett neues Kesselhaus wurde errichtet. Auch zusätzliche Maschinen werden installiert und die Lüftungsanlage erneuert. Rund drei Millionen Euro gibt der Unternehmer dafür aus, die Produktion nachhaltig aufzubauen und alle technischen Anforderungen zu erfüllen, die „inzwischen extrem“ sind. Wenn das Werk in Vollbetrieb ist, sollen rund 70 Mitarbeiter Arbeit finden, die 25 Mitarbeiter in Krumbach übersiedeln allesamt mit nach Frastanz.

Graninger ist eine unbekannte Größe. Denn die Produkte sind sogenannte Private-Label-Produkte, die unter dem Namen der Kunden in den Handel kommen. Das ist aber auch eine Herausforderung, „denn die haben besonders hohe Ansprüche an die Produkte“, erzählt Graninger, „schließlich werden die Produkte unter ihren Namen verkauft. Z. B. Knödel, von denen täglich bis zu 200.000 Stück hergestellt werden, oder als neues Produkt fertig gegrilltes und geschnittenes Hühnerfleisch, das in Salaten und Bowls verwendet wird. In Frastanz wird die Hühnerbraterei voll hochgefahren, auch Beef Jerky wird produziert. In Zukunft werde auch das vegane Sortiment wichtiger, berichtet Graninger über die Zukunftspläne des Unternehmens.

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