Nach Coronahilfen jetzt Ausgleich für Teuerung

Markt / 04.02.2022 • 22:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Entlastungspaket LR Tittler, Minister Brunner, LH Wallner.

Entlastungspaket LR Tittler, Minister Brunner, LH Wallner. “Steigende Energiepreise in den Haushalten abfedern.” VLK

Bund und Land wollen der Teuerungswelle entgegenwirken.

Bregenz Die Herausforderungen werden nicht weniger. Noch immer brauchen Unternehmen Unterstützung in der Corona-Pandemie, auch die Kurzarbeit hält an – nun kommt aber eine hohe Inflation dazu, die es vielen Bürgern schwer macht, über die Runden zu kommen. Doch einige der wichtigsten Entscheider auf politischer Ebene sind inzwischen Vorarlberger – Magnus Brunner als Finanzminister und Landeshauptmann Markus Wallner als derzeit Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz. Am Freitag morgen diskutierten die beiden und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler beim ersten offiziellen Besuch des Bregenzers Brunner als Finanzminister, die notwendigen Maßnahmen, um die Menschen zu entlasten und die Betriebe, die immer noch von Einschränkungen betroffen sind, zu unterstützen.

Besser als erwartet

Die Budgetentwicklung, so Brunner, sei besser als erwartet – sprich: Bürger und Unternehmen spülen dank Wirtschaftswachstum mehr Geld ins Staatssäckel. Das hat insgesamt positive Auswirkungen, ist aber auch notwendig, um die Unterstützungen auch zu stemmen. Um die auch mit zeitlicher Verzögerung in Vorarlberg wirksamen Strom- und Gaspreiserhöhungen abzufedern, wurde bereits ein Entlastungspaket im Umfang von 1,7 Milliarden Euro geschnürt. Weitere Hilfen wie ein Teuerungsausgleich sollen folgen (die VN berichteten). Doch dazu benötige es auch die parlamentarische Zustimmung, weist Brunner auf das Prozedere hin, das notwendig ist, bis das Geld an die Haushalte fließen kann.

In den vergangenen Jahren ist viel Geld nach Vorarlberg geflossen. In Summe 920 Millionen Euro wurden an Wirtschaftshilfen ausbezahlt, 510 Millionen davon von der Covid-19 Finanzierungsagentur des Bundes, die damit die Liquidität von knapp 5000 Betrieben gesichert hat, wie Brunner betont. An Hilfen für den Ausfallbonus sind außerdem rund 185 Millionen Euro ausbezahlt worden. Für die Covid-Kurzarbeit flossen 410 Millionen Euro ins Land, damit wurden, informiert Wallner, rund 65.000 Arbeitsplätze gesichert. Derzeit befinden sich noch immer 6400 Arbeitnehmer in Kurzarbeit.

Entlastung durch Steuerreform

Neben den Hilfen und Ausgleichszahlungen sei auch die ökosoziale Steuerreform ein wichtiger Treiber für den Standort, wenn denn die Pandemie endlich besiegt sei, lenkt Brunner, der am Freitagnachmittag auch bei Vorarlberg LIVE Moderator Mark Springer Rede und Antwort stand, den Blick auf eine der wichtigsten Entscheidungen der Regierung, die am Donnerstag nach dem Nationalrat auch vom Bundesrat gutgeheißen wurde. Damit sollen Wirtschaft und Bevölkerung um 18 Milliarden Euro entlastet werden. VN-sca

In Summe zahlen wir 1,7 Milliarden Euro aus, mit denen wir die Österreicher in der derzeit schwierigen Situation entlasten.

Ausgleich und Hilfe

920 Millionen Euro wurden an verschiedenen Covid-Hilfen an Vorarlberger Betriebe ausbezahlt.

 

1,7 Milliarden Euro schwer ist der Energiekostenausgleich, dem weitere Maßnahmen folgen werden.

 

140 Mill. Euro beträgt das Volumen der Lohnsteuer-Tarifsenkung und des erhöhtenSV-Bonus im Land.