So punktete Haberkorn 2021 mit Zuverlässigkeit

Markt / 28.04.2022 • 18:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
So punktete Haberkorn 2021 mit Zuverlässigkeit
Haberkorn

Zweistelliges Wachstum für technischen Händler trotz herausforderndem Wirtschaftsjahr.

Wolfurt Für die produzierende Wirtschaft sind die vergangenen zwei Jahre eine völlig neue Erfahrung. Lieferengpässe, fehlende Rohstoffe und Mangel an Bestandteilen von der einfachen Schraube bis zum Computerchips und die damit einhergehenden Schwierigkeiten bringen die die Beschaffungsverantwortlichen in Nöte. Und sorgen oft für eine Kostenexplosion. In dieser Situation weiß man verlässliche Partner umso mehr zu schätzen.

Ein solcher Partner für Gewerbe und Industrie hat seinen Stammsitz in Vorarlberg. Die Firma Haberkorn mit Hauptquartier am Wolfurter Güterterminal ist Österreichs größter technischer Händler und gehört auch auf den Märkten, in welchen das Unternehmen tätig ist, zu den leistungsstärktsten Anbietern. Leistungsstark deshalb, weil das vergangene Jahr die Firmenstrategie bestätigt hat und die Kunden noch enger an sich binden konnte. “Wir waren immer lieferfähig, es ist uns gelungen Engpässe zu vermeiden”, berichtet Vorstandsvorsitzender Gerald Fitz über das außergewöhnliche  Geschäftsjahr 2021.

Das Ausgabesystem von Haberkorn entlastet Lageristen und sorgt für Kundenbindung. <span class="copyright">FA</span>
Das Ausgabesystem von Haberkorn entlastet Lageristen und sorgt für Kundenbindung. FA

Zweistelliges Wachstum

Ein Trumpf waren die gut gefüllten Lager von Haberkorn und die langjährige Partnerschaft zu den Herstellern der rund 200.000 Artikel, die der technische Händler im Angebot hat. “Dabei konnten wir auf unsere Kenntnis der Beschaffungsmärkte und unser Einkaufsmanagement bauen.” Summa summarum wuchs der Umsatz des Händlers aufgrund dieser Assets im vergangenen Jahr international um elf Prozent auf 693 Millionen Euro. In Österreich war man mit 15 Prozent Wachstum besonders erfolgreich. Das Wachstum wurde aus eigener Kraft, also ohne Übernahme anderer Unternehmen, erzielt.

Persönlich und digital

Haberkorn war auf die Herausforderung der letzten Jahre bereits gut vorbereitet. Die Digitalisierung war schon vor dem ersten Coronalockdown so weit fortgeschritten, dass die Kunden ohne Unterbruch beliefert werden konnten und die Mitarbeiter ohne Unterbruch aus dem Homeoffice für die Kunden im Einsatz waren. Ein Erfolg ist auch der E-Shop, der inzwischen von über einer Million Besucher frequentiert werde, informiert der Vorstandschef. Ein Erfolgsmodell sind auch das von Haberkorn entwickelte Ausgabesystem, das von Haberkorn ohne zusätzlichen Aufwand für den Kunden ständig befüllt wird. Bereits 1300 dieser Systeme sind bei Firmen implementiert. Doch nicht nur digital steht man den Kunden zur Verfügung. Bewährt sei die Kombination aus persönlicher Betreuung und digitalem Angebot, so Fitz: “Die Kunden brauchen Ansprechpartner” läßt er keinen Zweifel daran, wie wichtig die Mitarbeiter für den Erfolg des technischen Händlers sind. Nicht umsonst zählt Haberkorn seit Jahren zu den besten Arbeitgebern Vorarlbergs und Österreichs. Dass die Firma mit verschiedenen Arbeitszeit- und Arbeitsmodellen, mit Beteiligung an der Gesundheitsvorsorge und Gewinnbeteiligung sowie einer offenen Kommunikation für attraktive ARbeitsplätze sorgt, hat sich in der angespannten Arbeitsmarktsituation ebenfalls ausgezahlt. Die gute Nachrede sorgte dafür, dass Haberkorn 2021 keine Probleme beim Recruiting hatte. Immer wichtiger sei den Mitarbeitern auch die Nachhaltigkeit bzw. Sinnhaftigkeit ihres Jobs, berichtet Fitz und kann auch dabei punkten.

Die Firma gehört zu den Nachhaltigkeitspionieren und arbeitet seit Jahren CO2-neutral. “Jetzt machen wir den nächsten Schritt und bauen auch das noch zu kompensierende CO2 so weit wie möglich ab”, z. B. mit der Umstellung der gesamten Fahrzeugflotte auf E-Autos.

Haberkorn 2021

Mitarbeiter 2200 (davon 930 in Österreich und 440 in Vorarlberg) Lehrlinge 69 (davon 18 in Vorarlberg)

Umsatz 2021 693 Millionen Euro, 334 Millionen Euro in Österreich, 359 Millionen Euro international

Märkte Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Polen, Slowenien, Kroatien und Serbien

Vorstand Gerald Fitz (Vorsitzender), Wolfgang Bauer, Christoph Winder