Unwetterversicherung ist Gebot der Stunde

Markt / 05.10.2022 • 19:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wiener Städtische-Generaldirektor Ralph Müller (r.) und Landesdirektor Alexander Meier: Stabiles Wachstum in Zeiten der Krise. VN/Paulitsch
Wiener Städtische-Generaldirektor Ralph Müller (r.) und Landesdirektor Alexander Meier: Stabiles Wachstum in Zeiten der Krise. VN/Paulitsch

Wiener Städtische wächst – doch ungewisse Prognosen.

Feldkirch Man kann es drehen und wenden wie man will – der Klimawandel und die damit einhergehenden Unwetterkatastrophen sind Realität, die auch von Trump und Co. nicht mehr wegdisktuiert werden können. Wer immer noch zweifelt: Die Schadensummen, die Versicherungen begleichen müssen, sprechen eine klare Sprache. In Vorarlberg sind es heuer bereits 2,1 Millionen Euro, welche die Wiener Städtische Versicherung ihren Kunden ersetzte. Im vergangenen Jahr waren es 3,4 Millionen Euro. Doch das heurige Jahr ist noch nicht vorbei, mahnt Landesdirektor Alexander Meier im Gespräch mit den VN. In Österreich verzeichnete die Versicherung im vergangenen Jahr die größte Schadensumme aus Naturkatastrophen überhaupt: 200 Millionen Euro. Heuer sind es bislang rund 90 Millionen, so der Generaldirektor der Versicherung, Ralph Müller.

„Sehr konkreter Vorschlag“

Er macht im Gespräch sowohl Versicherungsnehmer auf die Unterdeckung in vielen Fällen aufmerksam, „die für ein böses Erwachen sorgen kann“ und fordert gleichzeitig von der Politik, endlich etwas zu unternehmen. Bei den zuständigen Stellen liege „ein sehr konkreter Vorschlag“ der Branche nach dem Vorbild der Schweizer Solidarversicherung, das einen umfassenden Schutz ermöglichen würde. Nur gehe nichts vorwärts. „Jetzt ist die Politik am Zug“, fordert er die für eine solche Versicherung notwendige gesetzliche Initiative.

Die Politik ist auch gefordert, wenn es um Lebensversicherung als private Altersvorsorge geht. „Die private Altervorsorge wird wichtiger, deshalb braucht es Anreize für die Kunden“, so Müller und fordert die Reduzierung der Versicherungssteuer. Für nachhaltige Veranlagungen fordert der Versicherungsgeneral Steuerfreiheit. Die multiple Krise macht auch den Versicherern Sorge beim Blick in die kurz- und mittelfristige Zukunft, sicher ist aber dass es zu Prämienanpassungen kommen müsse. Bis es soweit ist, freuen sich Generaldirektor Ralph Müller und Landesdirektor Alexander Meier über ein bislang positives erstes Halbjahr in Vorarlberg. Die Prämieneinnahmen in der Schaden/Unfallversicherung stiegen im Jahresvergleich um neun Prozent auf 28,4 Millionen Euro, die Krankenversicherung um zwei Prozent auf 8,4 Millionen. Und auch die Lebensversicherungssparte wuchs um 1,2 Prozent auf 24 Millionen Euro. VN-sca

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