Leichter Rückgang gegenüber Vormonat: 11.505 Personen derzeit ohne Arbeit

Markt / 02.01.2026 • 10:28 Uhr
Leichter Rückgang gegenüber Vormonat: 11.505 Personen derzeit ohne Arbeit
Die Zahl der Menschen ohne Arbeit ist im vergangenen Jahr gestiegen, entsprechend gefordert sind die Berater des AMS, um diese Personen wieder in Brot und Arbeit zu bringen. AMS

Die Zahl der Arbeitslosen ist gegenüber dem Dezember 2025 um 639 Personen gestiegen. Das AMS rechnet mit einer Trendumkehr ab Mitte des Jahres.

Bregenz Die Krise am Arbeitsmarkt ist noch nicht ausgestanden. Ende Dezember 2025 waren 11.505 Personen beim Arbeitsmarktservice Vorarlberg arbeitslos vorgemerkt. Dies entsprach einem Anstieg von 639 Personen oder 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, gegenüber dem Vormonat ging die Arbeitslosigkeit in Vorarlberg leicht zurück. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Anzahl der Personen in einer Ausbildung oder Qualifizierung um 70 (2,9 %) auf insgesamt 2519.

Weniger Junge arbeitslos

Es gibt aber auch Lichtblicke am Vorarlberger Arbeitsmarkt. Von insgesamt 712 vorgemerkten Arbeitslosen mit einem Berufswunsch im Baugewerbe hatten 49 Prozent eine Einstellzusage für die kommenden Wochen. Zum Stichtag gab es außerdem 282 sofort verfügbare Lehrstellen, was einem Zuwachs von acht Lehrstellen oder 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Gleichzeitig reduzierte sich die Anzahl der Lehrstellensuchenden im Vergleich zum Vorjahr um acht oder 2,5 Prozent auf insgesamt 312 Personen.

Leichter Rückgang gegenüber Vormonat: 11.505 Personen derzeit ohne Arbeit
AMS-Geschäftsführer Bernhard Bereuter macht auf die verschiedenen Angebote des Arbeitsmarktservice in Vorarlberg aufmerksam und hofft auf eine Trendwende ab Mitte des Jahres. AMS

“Die schwache wirtschaftliche Dynamik führte auch zum Jahresende zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit”, informiert AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter, der mit einer leichten Entspannung am Arbeitsmarkt in der zweiten Jahreshälfte 2026 rechnet. Erwähnenswerte Rückgänge gab es bei den Metall- und Elektroberufen (-36). Zuwächse gab es bei den Büroberufen (+197), den Fremdenverkehrsberufen (+163), den Handelsberufen (+82) sowie den Hilfsberufen (+74). Mit 6,1 Prozent hat Vorarlberg die drittniedrigste Arbeitslosenquote (Österreich 8,4 Prozent). Nur Tirol (4,5 Prozent) und Salzburg (4,7 Prozent) schnitten besser ab.

Rückgang ab Mitte des Jahres

Ab Mitte des Jahres gehen die Prognosen von einem Beschäftigungswachstum und einem Rückgang der Arbeitslosigkeit aus. “Die Personalnachfrage der Unternehmen, insbesondere nach Fachkräften, wird zunehmen”, macht Bereuter zu Jahresbeginn Mut, “wir werden daher unsere Angebote zur Fachkräfteausbildung fortsetzen und damit einen wichtigen Beitrag zur Abdeckung des Arbeitskräftebedarfs leisten.” Derzeit nutzen 2519 Personen die AMS-Schulungsangebote, um 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mehr Langzeitarbeitslose

Zugenommen hat die Langzeitarbeitslosigkeit, die im Jahresvergleich um 480 Personen bzw. 25,8 Prozent zugenommen hat. Neben den Personen, die in die Langzeitarbeitslosigkeit gerutscht sind, “bestehen die größten Integrationshürden für Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, ältere Arbeitsuchende und Geringqualifizierte”, erklärt Bereuter. Positiv sei die Entwicklung bei jungen Menschen. Seit Mitte 2025 ist die Zahl der arbeitslosen Personen unter 25 Jahren rückläufig. Ende Dezember waren 1501 Jugendliche beim AMS vorgemerkt, um 3,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

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Die Zahl der Beschäftigten hat zugenommen. Zwar nur um 0,1 Prozent, doch derzeit sind im Land 176.000 Menschen in unselbständiger Beschäftigung.