Verhaltene Entwicklung

Der österreichische Buchmarkt wuchs im vergangenen Jahr lediglich um 0,1 Prozent.
Wien Der österreichische Buchmarkt hat im Jahr 2025 nach einem Wachstum im Jahr davor eine “verhaltene Entwicklung” gezeigt, wie der Hauptverband des österreichischen Buchhandels (HVB) am Donnerstag in einer Aussendung bekannt gab. Blieb der Umsatz am Gesamtmarkt mit einem Plus von 0,1 Prozent stabil, verzeichnete der stationäre Buchhandel einen Rückgang von 1,4 Prozent. Negativ fiel mit einem Minus von 2,3 Prozent auch die Absatzentwicklung aus.
Am besten schnitt im Umsatzvergleich der Warengruppen die Belletristik ab, die ein Umsatzplus von 3,1 Prozent verzeichnete, Kinder- und Jugendbücher kamen auf ein Plus von 2,6 Prozent. Auch die Sachbuch-Sparte konnte einen Zuwachs von 2,6 Prozent verbuchen. “Deutlich rückläufig” waren jedoch die Themenbereiche Sozialwissenschaften, Recht und Wirtschaft (minus 10 Prozent), Naturwissenschaften (minus 4,6 Prozent) sowie Geisteswissenschaften, Kunst und Musik (minus 3,3 Prozent). Auch die Sparten Ratgeber (minus 6,0 Prozent) und Reisen (minus 4,6 Prozent) wurden deutlich weniger nachgefragt.
Die angespannte wirtschaftliche Lage wirke sich weiterhin auf den österreichischen Buchmarkt aus, so HVB-Präsident Benedikt Föger: “Steigende Kosten bei gleichzeitig zurückhaltendem Konsum setzen Handel und Verlage unter erheblichen Druck. Die von uns vehement geforderte Senkung der Mehrwertsteuer auf Bücher wäre ein wirksamer Schritt, um die Branche nachhaltig zu stärken.” Der durchschnittliche Buchpreis von nunmehr 16,67 Euro erhöhte sich im Vergleich zu 2024 um 2,5 Prozent und blieb damit, wie auch in den Vorjahren, unter der Teuerungsrate. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch in den deutschsprachigen Nachbarländern. In Deutschland brach der Umsatz 2025 um 2,9 Prozent ein, in der Schweiz gab es ein leichtes Plus von 1,0 Prozent.